Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich
Energieberatung Niederösterreich

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Das Service der Energieberatung NÖ ist gefragt wie nie zuvor. Wir verbessern unser Service laufend. Um Wartezeiten zu verkürzen, finden Sie hier häufig gestellte Fragen und deren Antworten. Die Sammlung wird regelmäßig erweitert und ergänzt.

Energieberatung

Die Energieberatung NÖ ist eine Initiative der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ. Die Expertinnen und Experten stehen den NiederösterreicherInnen beratend zur Seite – in verschiedenen Formaten und über diverse Kanäle. Sie beraten firmenunabhängig und produktneutral zu den Themen Neubau, Sanierung, Heizungstausch, Photovoltaik, Energie sparen und vielem mehr.

Ein persönliche Beratung erhalten Sie insbesondere wenn Sie eine umfassende thermische Sanierung geplant haben. Denn diese braucht eine Beurteilung der Situation vor Ort. Die Wartezeiten hängen hier von der terminlichen Verfügbarkeit der BeraterInnen in Ihrer Region ab.

Aktuell erreichen uns unglaublich viele Anfragen. Obwohl wir bereits unsere Personalressourcen stark ausgebaut haben, kommt es aktuell zu längeren Bearbeitungszeiten. Aufgrund der Anzahl an Anfragen kann es bis zu vier Wochen dauern bis wir uns zurückmelden. Wir bitten um Verständnis.

Alle Anfragen, die uns bis KW 13 erreicht haben, sind bereits abgearbeitet. Sollten Sie uns Ihre Anfrage vor dem 3.4.2022  gesendet haben und bisher noch keine Antwort bekommen haben, schicken Sie das E-Mail bitte erneut mit dem Betreff VERZÖGERUNG. 

Wir bedauern die Verzögerung. Aktuell erreichen uns sehr, sehr viele Anfragen. Bitte senden Sie erneut ein E-Mail an office@energieberatung-noe.at mit dem Betreff Verzögerung. So können wir Ihre Anfragen schnellstmöglich bearbeiten. 

Energieausweis

Beim Energieausweis handelt es sich um ein Dokument, aus dem Daten zur Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes entnommen werden können. Er muss nach den technischen Bauvorschriften des jeweiligen Bundeslandes erstellt werden. Der Energieausweis enthält verschiedene Energiekennzahlen, die von Profis berechnet wurden.

Energieausweise werden von Installationsunternehmen, BaumeisterInnen, ElektrotechnikerInnen, ArchitektInnen, Heizungstechnikunternehmen, technischen Büros einschlägiger Fachrichtungen, Zivilingenieurbüros einschlägiger Fachrichtungen,... erstellt.

Der Energieausweis ist ein Nachweis der Energiekennzahl des Gebäudes. Er dient dem Vergleich zwischen Gebäuden und der Abschätzung der Energiekosten. Beim Verkauf bzw. der Vermietung ist ein Energieausweis verpflichtend. Beim Ansuchen um Förderungen wird dieser anerkannt. Die Kosten für die Erstellung hängen vom Gebäude ab. Man kann aber mit ca. 400 Euro aufwärts rechnen.

Sofern der Energieausweis nicht älter als 10 Jahre ist, reicht dieser aus, um eine Förderung zu beantragen. Er ersetzt in diesem Fall das Beratungsprotokoll.

Erhebungsformular & Beratungsprotokoll

Der Heizwärmebedarf (HWB oder Qh) gibt an, welche Menge an thermischer Energie benötigt wird, um ein Gebäude (mit einer bestimmten Fläche) auf eine bestimmte Temperatur zu heizen.

Mittlerweile wurde der Erhebungsbogen von einem praktischen Online-Formular abgelöst. Wenn Sie den Erhebungsbogen dennoch verwenden möchten und ihn fertig ausgefüllt haben, senden Sie ihn am besten elektronisch mit dem Betreff Heizungsumstellung: Erhebungsbogen an office@energieberatung-noe.at. Bitte beachten Sie die Bearbeitungszeit von einigen Wochen. Hier finden Sie eine Anleitung zum richtigen Ausfüllen.

Das Erhebungsformular ist ein praktisches Online-Formular, mit dem Sie Ihre Daten direkt an die Energieberatung NÖ übermitteln können.

Wenn Sie einen Energieausweis für Ihr Wohngebäude haben, können Sie den Heizwärmebedarf dort finden. Für den Erhebungsbogen setzen Sie bitte die Energie-Kennzahl „Heizwärmebedarf spezifisch Standort Klima“ ein – die Einheit der Kennzahl ist kWh/m²a.

Unter der beheizten Fläche versteht man die Bruttogrundfläche (BGF). Diese ist die beheizte Nettofläche (=Wohnnutzfläche + beheizte Kellerräume) multipliziert mit dem Faktor 1,25.

Der HWB kann variieren zwischen max. 10-15 kWh/m²a (Passivhaus), über 25-50-100 kWh/m²a Niedrigenergiehäuser mit/ohne Komfortlüftung bzw. Energiesparhäuser bis hin zum alten, unsanierten Gebäude, wo der Wert sogar bis über 250 kWh/m²a betragen kann. Sollten Sie einen Wert über 300 kWh/m²a berechnet haben, kontrollieren Sie bitte die Berechnung nochmals, hier könnte eventuell ein Fehler passiert sein.

Die Expertinnen und Experten der Energieberatung NÖ prüfen die angegebenen Daten auf Plausibilität und treffen auf Basis der übermittelten Daten eine Empfehlung für Ihr neues Heizsystem. Sollte das von Ihnen angestrebte Heizsystem nicht der Empfehlung der Energieberatung NÖ entsprechen, folgt ein Anruf seitens der Energieberatung NÖ.

Die Bearbeitung des Beratungsprotokolls kann aufgrund der aktuell hohen Anzahl an Anfragen derzeit einige Wochen in Anspruch nehmen. Bevor wir das Protokoll ausstellen können, werden von den EnergieberaterInnen noch Vollständigkeit und Plausibilität der eingemeldeten Daten und Unterlagen geprüft.

Wenn Sie nicht alle Daten im Erhebungsformular Heizungstausch angegeben haben oder die EnergieberaterInnen bei den übermittelten Daten Probleme mit der Plausibilität feststellen, wird Ihr Antrag natürlich trotzdem bearbeitet. Allerdings kommt es zu telefonischen Nachfragen und dadurch zu einer Verlängerung der Bearbeitungszeit.

Sollten sich seitens der Energieberatung NÖ Rückfragen ergeben, werden wir Sie gegebenenfalls telefonisch kontaktieren. Ansonsten gerne auch schriftlich per E-Mail. 

Sobald verfügbar, sendet die Energieberatung NÖ das Beratungsprotokoll per E-Mail an Sie. Sollten Sie den Postweg bevorzugen, geben Sie das bitte an. 

Das Beratungsprotokoll benötigen Sie zur Vorlage bei der Fördereinreichung für die Bundes- und Landesförderungen "Raus aus Öl und Gas" bzw. auch bei der Aktion "Sauber heizen für alle"

Heizungstausch & Förderung

Wenn Sie von einer fossilen Heizung auf ein klimafreundliches Heizsystem umsteigen möchten, gibt es einige Förderungen, die eventuell in Frage kommen: Bundesförderung Raus aus Öl und Gas, Landesförderung Heizkesseltausch und für einkommensschwache Haushalte gibt es auch noch die Aktion "Sauber heizen für alle"

Beim Wechsel von einer fossilen auf eine klimafreundliche Heizung können Sie Förderungen beantragen. Eine Voraussetzung dafür ist die Buchung einer Energieberatung, damit Sie bestmöglich über den Umstieg und die Möglichkeiten informiert sind. Wenn Sie einen Energieausweis haben, der nicht älter als 10 Jahre ist, kann die Energieberatung entfallen. 

Für einkommensschwache Haushalte, die bestimmte Kriterien (EigentümerIn des Ein-, Zwei- bzw. Reihenhauses mit dort gemeldetem Hauptwohnsitz) erfüllen, gibt es aktuell die Förderaktion "Sauber heizen für alle". Wenn Sie über eine aufrechte Befreiung der GIS-Gebühren verfügen oder Sozialhilfe bekommen, sind das ausreichende Nachweise. Gefördert werden auch Haushalte, die ein laut Informationsblatt vorgegebens Montas-Haushalts-Nettoeinkommen nicht überschreiten. Wenn Sie die Förderbedingungen erfüllen, hilft Ihnen die Energieberatung NÖ gerne weiter.  

Pelletsheizungen sind sehr moderne Biomasseheizungen, die Feinstaubbelastung steigt dadurch nur sehr geringfügig.

1. Energieberatung in Anspruch nehmen - Beratungsprotokoll organisieren (Erhebungsformular Heizungstausch ausfüllen und abschicken). Ein Energieausweis, der nicht älter als 10 Jahre ist, ersetzt das Beratungsprotokoll. 

2. Kontakt zu einem Installationsunternehmen aufnehmen - Beratung, Besprechung, Angebotseinholung

3. Registrierung des Umstiegsprojekts bei der KPC - Sie erhalten ein E-Mail mit persönlichen Zugangsdaten.

4. Beauftragung Installationsunternehmen, Bestellung der Heizung

5. Beantragung der Landesförderung nach der Inbetriebnahme der Heizung - dazu brauchen Sie das ausgefüllte Beiblatt "Raus aus Öl und Gas" 

6. Beantragung der Bundesförderung mittels der unter Punkt 3 erhaltener Zugangsdaten. 

Förderfähig sind Wärmepumpen nur bei benötigten Vorlauftemperaturen im Heizbetrieb bis max. 40 Grad. Wir empfehlen eine diesbezügliche Bestätigung vom Installateur/ von der Installateurin einzuholen.

Aktuell (Stand: Mai 2022) fördern Bund und Land unter dem Motto "Raus aus Öl und Gas" den Heizungsumstieg von fossil auf klimafreundlich mit bis zu 10.500 Euro. Im Rahmen der Bundesförderung kann man sich beim Umstieg auf Fern-/Nahwärme, Wärmepumpe oder Holzheizung bis zu 7.500 Euro bzw. max 50 % der förderungsfähigen Kosten abholen. Auch das Land Niederösterreich fördert mit einem Direktzuschuss von bis zu 3.000 Euro bzw. max 20 % der Gesamtkosten. Für einkommensschwache Haushalte gibt es mit der Aktion "Sauber heizen für alle" sogar bis zu 100% Förderung beim Umstieg. Hier haben wir noch die genauen Informationen zur Einreichung zusammengestellt. 

Die "Raus aus Öl und Gas"-Förderungen von Bund und Land sind nicht an Einkommensgrenzen oder Nachweise der finanziellen Mittel gebunden. Für die Förderung "Sauber heizen für alle" gibt es Einkommensgrenzen, die eingehalten werden müssen bzw. sind zum Nachweis der sozialen Bedürftigkeit Bestätigungen zu erbringen.

Das kommt stark auf die individuelle Situation an und kann ohne die genaue Situation zu kennen nicht seriös beantwortet werden. Aber kann man mit durchschnittlichen Kosten von mindestens 20.000 Euro rechnen. 

In diesem Fall ist eine neuerliche Registrierung bei der Förderstelle KPC - für die Raus aus Öl- und Gas-Förderung - notwendig. 

Sofern Sie nicht der/die EigentümerIn der Wohnung sind, empfehlen wir Ihnen mit Ihrer/Ihrem VermieterIn zu sprechen, denn nur er/sie darf um eine Förderung ansuchen. 

Zuerst steht die Energieberatung am Programm, danach sollten Sie den Professionisten kontaktieren, um die konkreten Details zur Umsetzung zu besprechen.

Am besten fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach oder beim Nahwärmenetz-Betreiber vor Ort.

Der Pelletslagerraum muss über eine ausreichende Größe verfügen und trocken sein.

 Ja, allerdings ist der Ausbau erneuerbarer Energie, insbesondere Wind, Wasser und Photovoltaik, Voraussetzung dafür.

Der Einblasschlauch zwischen Tankwagen und Einblasstutzen des Lagerraums kann eine Länge von bis zu 30 Metern haben. Eine Zufahrt bis auf diese Distanz muss gewährleistet. Eine Anlieferung der Pellets mittels Sackware im PKW-Kofferraum oder Anhänger stellt aufgrund des großen Aufwands meist keine Alternative dar.  

Ja, mit einem Holzvergaserkessel können Sie eigenes Stückholz verheizen. Wenn Sie LandwirtIn sind und auch Holz häckseln können, wäre auch eine Hackschnitzelheizung eine Alternative. 

Die Kesselleistung ist am einfachsten dem Typenschild direkt am Kessel zu entnehmen, oder aber in verschiedenen Unterlagen (Bedienanleitung oder Ähnliches) zu finden. 

Heizsysteme

Öl- und Gasheizungen, Kohle/Koks-Allesbrenner und auch strombetriebene Nacht- oder Direktspeicheröfen.

Nah-/Fernwärme, Biomasse-Heizungen (Pellets, Stückgut, Hackschnitzel), Wärmepumpen (Erdreich, Außenluft, Grundwasser)

Wärmepumpen nutzen die Umgebungswärme, entweder von Erdreich, Grundwasser oder Luft, um Wärme zu erzeugen.

Nein, das ist abhängig vom Energieverbrauch je m2/a und dem Verteilsystem. Je besser das Haus gedämmt ist, desto eher ist eine Wärmepumpe geeignet. Ein Flächenverteilsystem (z.B. Fußbodenheizung) verbessert ebenfalls die Funktionsfähigkeit der Wärmepumpe.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Heizwärme in die Räume zu bringen: entweder als Strahlungswärme oder als Konvektionswärme. Flächenheizungen, wie Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung arbeiten mit Strahlungswärme. Heizkörper und Radiatoren hingegen arbeiten mit Konvektionswärme.

Am effizientesten kann eine Wärmepumpe mit einer Flächenheizung also u. a. Fußbodenheizung betrieben werden, weil für die Fußbodenheizung die Vorlauftemperatur sehr gering sein kann. Je höher die Vorlauftemperatur, umso weniger effizient ist die Wärmepumpe. Heizkörper sind üblicherweise für wesentlich höhere Vorlauftemperaturen ausgelegt. Wenn jedoch das Gebäude thermisch saniert wurde, benötigt es weniger Wärmeleistung und die Heizkörper kommen mit einer geringeren Vorlauftemperatur aus. Wenn die Vorlauftemperatur für die Heizkörper unter 40°C bleibt, ist die Effizienz der Wärmepumpe in einem guten Bereich. 

Am Verdampfer der Wärmepumpe befindet sich ein Ventilator, der die Luft durch den Wärmetauscher drückt. Dieser Ventilator gibt ein Geräusch ab. Die Wärmepumpe sollte daher nicht an der Grenze zum Nachbarn aufgestellt werden, um die guten nachbarschaftlichen Beziehungen nicht zu gefährden. Auch eine Aufstellung in Gebäudenischen ist nicht vorteilhaft, da hier der Schall reflektiert wird. Es gibt auch Umhausungen, welche den Schall schlucken, die Strömung der Luft jedoch fast nicht behindern. 

Wenn die Kellerwände feucht sind, dürfen diese nicht in direkten Kontakt mit den Pellets kommen. Die Pellets nehmen Feuchtigkeit auf, quellen auf und zerfallen anschließend. Man kann die Pellets in einem Silo im Keller aufstellen. 

Dies kann man einerseits über die Heizlast des Gebäudes und die Leistung der Wärmeabgabeflächen berechnen, andererseits kann man aus der Regelung die Heizkurve auslesen. Wenn diese unter 0,6 liegt kann eine Wärmepumpe eingesetzt werden. 

Brennwertgeräte sind um rund 11 % effizienter, da hier zum Heizwert noch die Kondensationswärme hinzukommt. Der Heizwert beschreibt den Energiegehalt eines Stoffes, der durch Verbrennen als Wärme genutzt werden kann. Brennwertgeräte entziehen zusätzlich noch den Verbrennungsabgasen Energie und sind dadurch effizienter. 

In diesem Fall ist der Anschluss an das Fern- bzw. Nahwärmenetz aller Voraussicht nach die beste Lösung. Darüber hinaus ist in diesem Fall NUR Fern- bzw. Nahwärme förderfähig.

Wenn Fernwärme und Holzzentralheizung keine Option sind, ist in der Regel eine Wärmepumpenlösung in Kombination mit einer thermischen Sanierung (Wärmedämmung, Fenstertausch) oder einem Kachelofen zu empfehlen.

Für Pellets gibt es zum Beispiel die Möglichkeit von Erdtanks. 

Sie könnten noch die Möglichkeit eines Erdtanks für Pellets prüfen. 

Photovoltaik & Stromspeicher

Die beiden Systeme sind voneinader unabhängig zu betrachten. Eine Photovoltaik-Anlage erzeugt vorwiegend im Sommer Strom, die Wärme der Wärmepumpe wird aber im Winter benötigt. Allerdings erzeugt die PV-Anlage ganzjährig Strom, welcher u. a. zur Deckung des Stromverbrauchs im Haushalt verwendet werden kann. 

Ja, in diesem Fall werden die PV-Module auf einem schräg aufgestellten Montagesystem montiert - so kann die Anlage optimal nach Süden ausgerichtet werden bzw. eine gute Neigung erreicht werden. Um den Eigenverbrauch zu optimieren, könnte es sinnvoll sein - und das gilt für viele Privathaushalte - die PV-Module nach Osten und Westen ausrichten. Je nachdem zu welcher Tageszeit mehr elektrische Energie benötigt wird, sind die PV-Module vorwiegend nach Osten oder Westen auszurichten.

Die PV-Module erzeugen bei Lichteinfall eine Gleichspannung, die in den meisten Anwendungen durch einen Wechselrichter in netzkonforme Wechselspannung umgewandelt wird. Mit der Wechselspannung können Elektrogeräte im Haushalt sofort betrieben werden. Überschüssiger Strom wird ins Stromnetz eingespeist. Stromspeicher (Akkumulatoren) können damit auch geladen werden.

Das ist hauptsächlich von Standort und der Ausrichtung abhängig. In Niederösterreich liefert eine südlich ausgerichtete Anlage durchschnittlich 1000 kWh/kWpa.

Grundsätzlich sollte der Installation nichts im Wege stehen. Wir empfehlen aber, sich mit der Hausverwaltung abzustimmen. PV-Anlagen, die bis zu 800 Wp haben, können (nach dem Wechselrichter) direkt an die Steckdose angesteckt werden und sind genehmigungsfrei. Es gibt einige Hinweise zu beachten, wenn Sie sich für eine solche Kleinsterzeugungsanlage entscheiden. 

Ja. Es muss nicht unbedingt ungetrübter Sonnenschein herrschen, damit Strom produziert wird. Natürlich ist die Stromproduktion aber höher, wenn es tagsüber nicht bewölkt ist.

Ja, die Stromproduktion hängt nicht von den Außentemperaturen, aber unter anderem von der Sonneneinstrahlung auf das PV-Modul ab. Die Module sollten jedoch nicht mit Schnee bedeckt sein, weil das einer (nächtlichen) Verdunklung gleicht. Über ein Jahr betrachtet, wird rund ein Drittel der elektrischen Energie von Oktober bis März und rund zwei Drittel von April bis September durch die PV-Anlage bereitgestellt. 

Der Netzbetreiber schließt dazu die PV-Anlage über einen Zähler/Zählpunkt (mittlerweile „Smart Meter“) ans öffentliche Elektrizitätsnetz an. Sie sind verpflichtet einen Abnahmevertrag für ihren Überschussstrom anzuschließen. Mögliche Abnehmer sind entweder Energielieferanten (z.B. ihr Stromlieferant) oder die OeMAG die ihren Strom zum Marktpreis abnimmt. Es gibt auch noch weitere Informationen zu den Einspeisetarifen für Photovoltaik

Solarpaneele sind Kollektoren die, Sonnenenergie in nutzbare Wärme (thermische Energie) für Heizwecke umwandeln. Diese wird im Normalfall über Wärmetauscher für die Heizung oder Warmwasseraufbereitung genutzt. Photovoltaik hingegen wandelt die Sonnenenergie direkt in elektrische Energie um.  

Es braucht PV-Module am Dach (inklusive Montagematerial), einen geeigneten Wechselrichter und eventuell einen Stromspeicher (Akkumulatoren) sowie einen Anschluss ans öffentliche Stromnetz.

Es werden keine rechtlichen Genehmigungen benötigt, um eine PV-Anlage zu installieren, deren Engpassleistung kleiner 1.000 kWp ist. Für die Nutzung von Freiflächen und denkmalgeschützten Gebäuden und Objekten müssten Genehmigungen eingeholt werden. Ab einer Engpassleistung von 1.000 kWp wird eine elektrizitätsrechtliche Genehmigung erforderlich, um den Anschluss an das Elektrizitätsnetz zu ermöglichen. Der Anschluss an das Elektrizitätsnetz muss mit dem Netzbetreiber abgestimmt werden und diesbezügliche Kriterien müssen erfüllt werden, aber das betrifft vorwiegend die Arbeiten eines konzessionierten Elektrikerbetriebes.

Es kommt darauf an wie hoch der Autarkiegrad sein soll. Es gibt keine Vorschriften zur Größe der Dimensionierung einer PV-Anlage in Niederösterreich. Bilanziell gesehen, ist es für PV-Anlagen möglich je kWp ungefähr 1.000 kWh/a bereitzustellen, dies schwankt zum Beispiel auf Grund des angewendeten Neigungswinkels und der Ausrichtung

Der „Pufferspeicher“ (Akkumulator (Richtwert 1 kWh/1 kWp) oder Warmwasserspeicher (Richtwert 100 Liter/Person beziehungsweise mindestens 200 Liter)) kann individuell ausgelegt werden und sollte bezugnehmen auf Ihren Verbrauch (Strom und /oder Heizen und Warmwasser) und die finanziellen Mittel ausgelegt werden.

Mit Stand 2020 entstehen pro Kilowattpeak Leistung durchschnittlich Installationskosten in der Höhe von rund Euro 1.000

Im Normalfall sind keine aufwendigen Umbauarbeiten nötig. Sollte das Dach Ihres Hauses aber schon älter sein, empfehlen wir vorab die Berechnung eines konzessionierten Statikers/einer konzessionierten Statikerin zu beauftragen. 

Das ist von der Anlagengröße und vom Energiehändler abhängig und kann pauschal nicht beantwortet werden. Die OeMAG nimmt Ihren Strom zum Marktpreis ab dieser wird quartalsweise errechnet, der historische Verlauf kann ebenso online abgerufen werden wie der aktuelle Marktpreis.

Eine Standard-PV-Anlage ist netzgekoppelt, dass hießt der Strom, der nicht Vor-Ort verbraucht werden kann, wird ins öffentliche Stromnetz gespeist. Das macht auch wirtschaftlich Sinn, weil sie so diesen Überschuss verkaufen. Entweder an einen Energielieferanten oder den nahegelegenen Verbrauchern zu (mögliche Anwendung: Erneuerbare Energiegemeinschaften). Inselanlagen, die nicht ins Netz einspeisen, werden nur dort errichtet wo kein Netzabschluss vorhanden ist, z.B. auf Berghütten.

Am besten Sie lassen eine Berechnung von einem Statiker/einer Statikerin durchführen bzw. sehen nach, ob es bereits vorhandene Unterlagen gibt. Die Dachausrichtung ist relevant, geeignet für die Installation von PV Anlagen sind Ost, West und Süd ausgerichtete Dachflächen. Auch Flachdächer sind geeignet.

Grundsätzlich sollte der Installation nichts im Wege stehen, sie sollte sich aber mit der Hausverwaltung abstimmen. Es gibt auch kleine PV-Anlagen mit bis zu 800 Wp Leistung für den Balkon. Diese können direkt an die Steckdose angeschlossen und genutzt werden. 

Schattenfreiheit ist für einen hohen Ertrag wichtig! Ob es Sinn macht eine PV-Anlage zu installieren, hängt von der tatsächlichen Verschattung ab. Es gilt zu bedenken, dass bereits ein kleiner Schatten die Stromproduktion eines ganzen Strings verhindern kann. Es gibt technische Lösungen wie Moduloptimierer oder Bypass-Dioden, um diesen Nachteil zu reduzieren.

Netzgekoppelte Anlagen sind an das öffentliche Elektrizitätsnetz angeschlossen. Inselanlagen hingegen sind nicht an das öffentliche Elekrizitätsnetz angeschlossen, und benötigen deshalb spezielle "Insel-Wechselrichter", die schwarzstartfähig sind. 

Ein Wechselrichter ist ein DC/AC-Wandler oder Frequenz-Umrichter/Wandler und ist unumgänglich, weil in Österreich ein 50 Hz Wechselstrom-Netz vorhanden ist und die PV-Module nur Gleichstrom (DC) ausgeben können. Der Aufstellungs-/Installationsort eines Wechselrichters ist frei wählbar, allerdings ist es zu empfehlen, dass er möglichst nahe beim Modul platziert ist. Außerdem sollte er sicher und einfach zu erreichen sein.

Bezogen auf den Energiebezug, besagt der Autarkiegrad wie viel Energie direkt während der Bereitstellung, zum Beispiel über eine PV-Anlage, (im Haushalt) genutzt wird, inklusive der Zwischenspeicherung in einem Stromspeicher (Akkumulator), im Vergleich zur bezogenen Energie zu jedem Zeitpunkt des Energiebezugs. Autarkiegrad größer/gleich 100 % bedeutet, dass Sie sich zu jeder Tages- und Nachtzeit selbst mit ausreichen Elektrizität versorgen können.

Zum Beispiel: Autarkiegrad = (Energiebereitstellung PV-Anlage / Energiebezug alle Geräte) je „Sekunde“

Mit dem Wechselrichter wird der Strom aus der PV-Anlage in netzkonfomre Wechselspannung umgewandelt. Mit der Wechselspannung können Elektrogeräte im Haushalt sofort betrieben werden. Überschüssiger Strom kann einfach ins öffentliche Netz eingespeist werden. 

Ja gibt es - sogar in verschiedenen Farben. Es gibt auch biologische Zellen, sogenannte "Grätzelzellen". 

Wenn die freiverfügbaren Dachflächen nach Osten oder Westen ausgerichtet sind, könnten die Dachflächen auch gut genutzt werden. Es besteht auch die Möglichkeit Fassadenflächen für PV-Module zu nutzen, falls diese nicht nach Norden ausgerichtet sind.

Die Größe der PV-Anlage sollte nach dem (elektrischen) Energieverbrauch ausgelegt werden. Bilanziell betrachtet, kann eine PV-Anlage mit einer maximal möglichen Leistung von 3 kWp die benötigte elektrische Energie abdecken, wenn der Energieverbrauch (elektrisch) bei rund 3.000 kWh/a liegt. 

Ja, und zwar von der OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom AG bezüglich der maximalen Gesamtleistung aller Module bis zu maximal 1 MWp (und für Akkumulatoren bis zu einer Speicherkapazität von 50 kWh). Alle Details zur Förderung gibt es online

Die Installation einer PV Anlage auf einem Einfamilienhaus ist im Normalfall an einem Tag erledigt. Einfluss auf die Installationsdauer haben die Unterkonstruktion (Montagesystem) und der Aufwand für etwaige Durchbrüche zur Verlegung der Kabel.

Der Strom, der nicht verbraucht wird, kann entweder ins öffentliche Netz eingespeist oder in einem Stromspeicher gespeichert werden. 

Der Wirkungsgrad gibt an, wie viel Strahlungsenergie in elektrische Energie umgewandelt wird. Für eine PV Anlage ist nicht nur der Wirkungsgrad der Module relevant. Dieser liegt derzeit zwischen 17 und 19 %. Ausschlaggebend ist vor allem der Gesamtwirkungsgrad der Anlage. Gemeint ist also wieviel nutzbare Energie in Form von Wechselstrom die PV-Anlage im Verhältnis zur Strahlungsenergie liefert. Der Gesamtwirkungsgrad liegt bei etwa 14 %.

Im Durchschnitt rechnet man mit einer Betriebsdauer von 30 bis 40 Jahren. Schon bei der Anschaffung sollte man auf Garantie und Leistungsgarantie der Module achten. 

Ja, beides ist möglich. Wenn Sie mindestens eine zweite Privat- oder Rechtsperson, Gemeinde, lokale Behörde oder auch ein Unternehmen (KMU) mit ins Boot holen, dann können Sie eine EEnergG gründen.

Ja, zu bedenken ist nur, dass die Wärmepumpe vor allem im Winter - bei niedrigen Außentemperaturen - viel Strom benötigt und das ist jene Jahreszeit, in der die PV-Anlage auch weniger Strom bereitstellen kann. Folglich können Sie nicht unbedingt davon ausgehen, dass Sie einen signifikanten Anteil des Stromverbrauchs der Wärmepumpe über die PV-Anlage decken können.

Ja. Falls das der Plan ist, benötigen Sie eine Regelung, die den Heizstab für die Warmwasser-Bereitstellung nur dann einschaltet, wenn die PV-Anlage gerade Strom produziert. Effizienter als die Nutzung des Heizstabs, ist die Nutzung einer Wärmepumpe.

Ja, über die Steckdose oder über eine sogenannte „Wallbox“ kann der Strom aus der PV Anlage direkt genutzt werden. Sie müssen nur darauf achten, dass Ihr Auto dann geladen wird wenn die PV Anlage Strom liefert. Sie können entweder den Ladevorgang manuell starten, wenn die Sonne scheint. Oder Sie verbinden die Ladestation mit dem Wechselrichter. Die Ladestation erhält dann ein Signal sobald PV-Strom vorhanden ist und startet den Ladevorgang. Sie sollten auch immer darauf achten, welche Ladeleistung Ihre Ladestation im Vergleich zur Produktionsleistung IhrerAnlage hat. Diese Details besprechen Sie am besten mit dem Elektrounternehmen.

Wir empfehlen, dass immer entsprechend qualifiziertes Fachpersonal jeden dieser Schritt übernehmen sollte: Planung: FachberaterIn, Verkauf: Produzent (PV-Module + Wechselrichter), Montage: Fachpersonal und/oder ElektrikerIn.

Für private Haushalte sind Speicher meist aufgrund der hohen Anschaffungkosten nicht wirtschaftlich. Empfehlenswert ist, den produzierten PV-Strom bestmöglich zu nutzen - z.B. durch optimierte Einschaltzeiten. Details zu Speichern und deren Wirtschaftlichkeit finden Sie hier

Die Größe ist von Speichervermögen und Typ (verwendete Zelltechnologie) abhängig und die Aufstellung bleibt Ihnen überlassen. Zu bedenken ist die Belastung des Untergrundes des Aufstellungsortes.

Thermischer Energiespeicher: z.B.: Für eine Warmwasserspeicher mit rund 320 Liter müssen zum Beispiel 65 cm Durchmesser, 1,57 m Höhe und im ungefüllten Zustand mit 134 kg berücksichtigt werden. Für eine Warmwasserspeicher mit rund 520 Liter müssen zum Beispiel 75 cm Durchmesser, 1,8 m Höhe und im ungefüllten Zustand mit 185 kg berücksichtigt werden.

Elektrischer Energiespeicher: z.B.: Für einen Akkumulator („Stromspeicher“) mit einer Speicherkapazität von 11 kWh können Maße von Höhe 190, Breite 70 und Tiefe 30 cm angenommen werden.

* Die Angaben sind produktspezifisch und sind nur als grobe Richtwerte zu sehen!

kWp ist die Abkürzung für Kilowatt-Peak, Wp steht für Watt-Peak. Es handelt sich dabei um die Einheit für die maximal mögliche Leistung des Photovoltaikgenerators unter Standardtestbedingungen bzw. laut Herstellerangaben.

Ja, eine Reinigung empfiehlt sich vor allem dann, wenn die Leistung der PV-Anlage stark nachlässt. Denn dieser Leistungseinbruch könnte ein Hinweis auf starke Verschmutzung sein.

Ja, die Technik ist sicher. In Österreich müssen sämtliche Bauteile müssen normgerecht ausgeführt sein. Außerdem müssen Richtlinien eingehalten werden, die die Netzstabilität garantieren. 

Teilsanierung – Fenster & Dämmung

Hier können wir leider keine pauschale Antwort geben. Das ist abhängig von der konkreten Förderung. Bitte erkundigen Sie sich bei der jeweiligen Förderstelle. 

Gesamtsanierung

Im Falle einer Sanierung empfiehlt sich die Inanspruchnahme einer Vor-Ort-Energieberatung. Dabei wird ebenfalls zur aktuellen Förderlage informiert. 

Ja, die richtige Reihenfolge lautet eigentlich Sanieren (dämmen, Fenster tauschen) und danach die Heizung tauschen. So kann sie richtig dimensioniert werden.

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