Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich
Energieberatung Niederösterreich

Arbeiten von zuhause oder im Dorfzentrum

Die nachhaltigste Mobilität ist der Weg, der gar nicht zurückgelegt wird. Am Wohnort zu arbeiten, spart nicht nur Energie und CO2 ein, sondern bringt auch Zeitersparnis, Familienfreundlichkeit und eine höhere Lebensqualität. Doch Zuhause ist nicht für jeden der geeignete Ort zum arbeiten- daher geben wir praktische Tipps fürs home office und zeigen, was die Zukunft hier noch bringen wird. 

Mann arbeitet daheim am Laptop

Jede Mobilität, die mit privaten (PKW) oder öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahn, Bus, etc.) durchgeführt wird, benötigt Energie und führt direkt oder indirekt zu CO2-Emissionen. Einzig zu Fuß gehen und Radfahren sind tatsächlich CO2 frei und damit 100 % nachhaltig. Doch diese Mobilitätsformen haben räumliche Grenzen.

Grafik der Arbeits- und Dienstwege in Österreich: SIe verursachen mehr als die Hälfte des werktäglichen PKW-Verkehrs

Der tägliche Arbeitsweg ist mit 39 %  der größte Anteil am werktäglichen Verkehr. Er führt zu den Verkehrsspitzen in der Früh und am Abend mit allen unangenehmen Begleiterscheinungen wie Stau, Zeitverlust, Stress, Autoabgase, Unfälle und natürlich auch CO2-Ausstoß. Durch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel lassen sich einige dieser Faktoren deutlich verbessern (siehe Bahn & Bus), jedoch kosten auch öffentliche Verkehrsmittel Zeit und Energie.

Gleichzeitig ergibt sich durch den Megatrend Digitalisierung für immer mehr Arbeitende die technische Voraussetzung vom Ort unabhängig die Arbeit zu verrichten. Warum also jeden Tag mit der Masse mitfahren und Zeit, Energie und Geld verschwenden?

Arbeiten von zuhause

Die Digitalisierung ermöglicht den immer stärkeren Trend zum Arbeiten von zuhause, dem „home office“.

Notwendig dafür sind:

  • Ein Beruf, der sich unabhängig vom Ort durchführen lässt.
  • Technische Infrastruktur wie Laptop, PC und Breitband-Internet.
  • Adäquater Platz zuhause (Ruhe, ergonomisch richtiger Arbeitsplatz, etc.)

Da dies in den eigenen 4 Wänden nicht immer möglich ist und viele Menschen beim Arbeiten zuhause auch den sozialen Kontakt vermissen, gibt es einen neuen Trend.

Arbeiten am Wohnort – zusammen ist man nicht allein

Lange Arbeitswege können im Dorf der Zukunft reduziert werden. Gerade in kleinen Gemeinden, wo der Großteil der BewohnerInnen in die Arbeit pendeln muss, fehlt mehr und mehr die Lebensgrundlage für die lokale Gastwirtschaft sowie die Nahversorgung. Ganze Ortszentren veröden, was dazu führt, dass  Arbeitsplätze wegfallen, wodurch weitere Betriebe schließen müssen- ein klassischer Teufelskreis.

Um dem entgegen zu wirken, gibt es mehr und mehr Gemeinden, die im Ortszentrum leerstehende Gebäude nutzen und lokale Gemeinschaftsbüros einrichten. Dieses „smart working“ ermöglicht flexibles Arbeiten im eigenen Wohnort und sorgen für eine angenehme Arbeitsatmosphäre ohne die Isolation zuhause. Dies bietet zahlreiche Vorteile für die Gemeinde:

  • Belebung des Ortszentrums
  • Erhöhung der Attraktivität für Neuansiedler
  • Kundinnen und Kunden für Nahversorgung
  • Positiv für Erhalt der Gastronomie

Ein weiterer Vorteil für die NutzerInnen dieser smart working Räume könnte in Zukunft die Einrichtung von Telekonferenzräumen sein. Das sind eigene Räume, in denen mit moderner Technik (bis zu VR- virtueller Realität)  ein persönliches Meeting mit weit entfernten Personen simuliert werden kann.

Videokonferenz von 4 Personen mit eingeschalteten Videokameras auf einem Laptop
Videokonferenzen simulieren persönliche Treffen realitätsnah, ersparen Reisezeit und schützen das Klima

Dienstreisen und Meetings mit mehrstündiger An- und Abreise, die Zeit und Ressourcen verschwenden, können so ersetzt werden – eine Win-Win-Win-Situation für Firmen, Arbeitende und die Gesellschaft als Ganzes. Die Firma spart Kosten (Personal- und Reisekosten), den Arbeitenden Zeit und Stress und die Gesellschaft Energie und CO2. Auf diese Weise nutzen wir technologischen Fortschritt tatsächlich zum Wohl der Umwelt.

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