Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ
Energieberatung

Strom in Niederösterreich – wir nützen die Kraft der Natur

In Niederösterreich nützen wir Wasser, Wind, Sonne und Biomasse und erzeugen mittlerweile mehr erneuerbaren Strom als die EndverbraucherInnen konsumieren. Wasserkraft ist der größte natürliche Stromerzeuger in NÖ, gefolgt von Windkraft, Biomasse und dem Strom aus der Kraft der Sonne.

Stromstecker zeigt Richtung Sonne

Wie erzeugen wir in NÖ unseren Strom?

In Niederösterreich wird seit 2015 mehr erneuerbarer Strom erzeugt als die EndverbraucherInnen konsumieren. 6 Groß- und 650 Kleinwasserkraftanlagen, 744 Windräder, 112 Biomasseanlagen sowie 42.280 Photovoltaikanlagen versorgen NÖ mit sauberem Strom. 

infografiken_energie_klima_a15

Der Strom-Endverbrauch beträgt in NÖ 11,8 Milliarden Kilowattstunden (kWh), davon entfallen 30 % auf die Haushalte (Stand 2018). Auf der anderen Seite erzeugen wir in NÖ insgesamt rund  12,1 Milliarden kWh  erneuerbaren Strom, der größte Teil mit 59 % kommt aus der Wasserkraft, 30 % durch die Windkraftanlagen, 8 % durch die Vergärung und Verbrennung von Holz und 3 % durch die Nutzung der Energie der Sonne mit Hilfe von Photovoltaikanlagen.   

Grafik: Niederösterreich wird mit 100 Prozent erneuerbarem Strom versorgt. Wasserkraft trägt 59 %, Windkraft 30 %, Biomasse 8 % und Photovoltaik 3 % zur Stronerzeugung bei.
Die Strombilanz von Niederösterreich weist 100 Prozent erneuerbaren Strom aus. Ein weiterer Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung ermöglicht die schrittweise Umstellung von fossilen Energieverbrauchern auf sauberen Strom.

Niederösterreich ist Vorreiter

Niederösterreich ist österreichweit Vorreiter in der Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie (Stand 2018): 

  • NÖ erzeugt den meisten Strom aus Windkraft österreichweit:  3,6 Milliarden kWh  
  • NÖ erzeugt gleichauf mit der Steiermark den meisten Strom aus Photovoltaik österreichweit: 0,34 Milliarden kWh  
  • NÖ erzeugt hinter Oberösterreich den meisten Strom aus Wasserkraft österreichweit: 7,2 Milliarden kWh  
  • NÖ erzeugt nach Oberösterreich und knapp nach der Steiermark den meisten Strom aus Holz: 0,96 Milliarden kWh  

In Zusammenarbeit mit dem Amt der NÖ Landesregierung wurde ein Energieticker erstellt, der live die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien sowie den Stromverbrauch in Niederösterreich zeigt. Die Werte werden halbstündlich aktualisiert und sind somit sehr aktuell.

Erneuerbarer Strom ist die Zukunft

Durch unsere starke Wasser- und Windkraft weist Niederösterreichs Bilanz jetzt schon einen hohen Anteil an erneuerbarem Strom auf. In Zukunft wird aber der Strombedarf weiterhin steigen, da der Strom auch vermehrt für Heizen und im Verkehr benötigt werden wird. Hier soll der klimafreundliche Strom die fossilen Energieträger ersetzen. Wärmepumpe statt Ölheizung und Elektroauto statt Verbrennungsmotor sind bereits bekannte Techniken für den Umstieg. Nur so können wir die angestrebten Klimaziele erreichen.

NÖ Energiefahrplan 2030

Im NÖ Klima-und Energieprogramm ist festgehalten, dass auch der Brutto-End-Stromverbrauch (das ist der Stromverbrauch inklusive Leitungs- und Umwandlungsverlusten) bis zum Jahr 2030 gänzlich aus erneuerbarer Energie erzeugt werden soll. Derzeit beträgt der Brutto- End-Stromverbrauch 13,9 Milliarden kWh. 87 % davon werden in NÖ bereits heute erneuerbar erzeugt und durch die weiteren Ausbaumaßnahmen werden wir in NÖ bis 2030 fähig sein, unseren Brutto-Strombedarf zu 100 % durch die Kraft der Natur abzudecken. 

Für die Klimaneutralität braucht es daher einen weiteren Ausbau der Stromproduktion aus natürlichen Energiequellen:

  • In Zukunft  wird vor allem der Strom von der Sonne mit Hilfe von Photovoltaikanlagen weiter an Bedeutung gewinnen, geplant ist in NÖ bis 2030 die solare Stromerzeugung auf  2 Milliarden kWh zu erhöhen.
  • Ebenso soll die Windenergie weiter ausgebaut werden, geplant ist eine Verdopplung der derzeitigen Produktion auf 7 Milliarden kWh bis 2030. Einerseits wird es zu einem Zubau von Anlagen mit hoher Leistung kommen, des Weiteren sollen auch bestehende Anlagen optimiert werden, damit sie die Kraft des Windes besser ausnützen können. 
  • Auch Biomasse und Biogas, etwa in Form von „Grünem Gas“, weist hohes Potential zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer heimischer Energie in NÖ auf.

Möchten Sie mehr Information?

Aktuelle Informationen, Tipps und Veranstaltungshinweise - mit dem eNu Newsletter bleiben Sie auf dem Laufenden.

Anmelden