Strom in Niederösterreich – wir nützen die Kraft der Natur
In Niederösterreich nützen wir Wasser, Wind, Sonne und Biomasse und erzeugen mehr erneuerbaren Strom als verbraucht wird. Wasserkraft ist der größte natürliche Stromerzeuger in NÖ, gefolgt von Windkraft, Sonnenkraft und Biomasse.
Wie erzeugen wir in NÖ unseren Strom?
In Niederösterreich wird seit 2015 mehr erneuerbarer Strom erzeugt als die EndverbraucherInnen konsumieren. 6 Groß- und 570 Kleinwasserkraftanlagen, 830 Windräder, 123 Biomasseanlagen sowie 160.849 Photovoltaikanlagen versorgten 2025 Niederösterreich mit sauberem Strom.
Der Strom-Endverbrauch beträgt in NÖ 12,2 Milliarden Kilowattstunden (kWh), davon entfallen 34 % auf die Haushalte (Stand 2024). Auf der anderen Seite erzeugen wir in NÖ insgesamt fast 16,7 Milliarden kWh erneuerbaren Strom, der größte Teil mit 43 % kommt aus der Wasserkraft, 32 % durch die Windkraftanlagen, 20 % durch die Nutzung der Energie der Sonne mit Hilfe von Photovoltaikanlagen und 5 % durch die Vergärung und Verbrennung von Holz und sonstige Biomasse. (Stand 2025).
Niederösterreich ist Vorreiter
Niederösterreich ist österreichweit Vorreiter in der Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie (Stand 2024/2025):
- NÖ erzeugt den meisten Strom aus Windkraft österreichweit: 5,4 Milliarden kWh
- NÖ erzeugt den meisten Strom aus Photovoltaik österreichweit: 3,4 Milliarden kWh
- NÖ erzeugt nach Oberösterreich und Tirol den meisten Strom aus Wasserkraft österreichweit: 7,2 Milliarden kWh
- NÖ erzeugt nach Oberösterreich und Steiermark den meisten Strom aus Holz: 0,77 Milliarden kWh
In Zusammenarbeit mit dem Amt der NÖ Landesregierung wurde ein Stromticker erstellt, der live die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sowie den Stromverbrauch in Niederösterreich zeigt.
Erneuerbarer Strom ist die Zukunft
Durch unsere starke Wasser- und Windkraft weist Niederösterreichs Bilanz jetzt schon einen hohen Anteil an erneuerbarem Strom auf. In Zukunft wird aber der Strombedarf weiterhin steigen, da der Strom auch vermehrt für Heizen und im Verkehr benötigt werden wird. Hier soll der klimafreundliche Strom die fossilen Energieträger ersetzen. Wärmepumpe statt Ölheizung und Elektroauto statt Verbrennungsmotor sind bereits bekannte Techniken für den Umstieg. Nur so können wir die angestrebten Klimaziele erreichen.
NÖ Energiefahrplan 2030
Im NÖ Klima- und Energieprogramm ist festgehalten, dass auch der Brutto-End-Stromverbrauch (das ist der Stromverbrauch inklusive Leitungs- und Umwandlungsverlusten) bis zum Jahr 2030 gänzlich aus erneuerbarer Energie erzeugt werden soll. 2024 hat Niederösterreich das Ziel erreicht. In Niederösterreich wurde 2024 mehr erneuerbare Strom produziert als der Brutto-End-Stromverbrauch, nämlich 108,4%.
Für die Klimaneutralität braucht es einen weiteren Ausbau der Stromproduktion aus natürlichen Energiequellen:
- In Zukunft wird vor allem der Strom von der Sonne mit Hilfe von Photovoltaikanlagen weiter an Bedeutung gewinnen, geplant ist in NÖ bis 2030 die solare Stromerzeugung auf 4,5 Milliarden kWh zu erhöhen.
- Ebenso soll die Windenergie weiter ausgebaut werden, geplant ist eine Steigerung der derzeitigen Produktion auf 8 Milliarden kWh (1000 Anlagen) bis 2030. Einerseits wird es zu einem Zubau von Anlagen mit hoher Leistung kommen, des Weiteren sollen auch bestehende Anlagen optimiert werden, damit sie die Kraft des Windes besser ausnützen können.
- Auch Biomasse und Biogas, etwa in Form von „Grünem Gas“, weist hohes Potential zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer heimischer Energie in NÖ auf.