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Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich
Energieberatung Niederösterreich

Zählerautomatisierung im Siemens Navigator

TOP-ANGEBOT für NÖ-Gemeinden: Smart Meter-Daten werden automatisch in die Energiebuchhaltung übertragen. Das Eintragen von Stromwerten entfällt somit für diese Zähler. Die Servicestelle der Energiebuchhaltung NÖ unterstützt umfassend und rasch.   

Stromzähler

Smart Meter bieten den Vorteil, dass Stromverbrauchsdaten erstmals vollelektronisch verfügbar sind. Diese Daten können auch für die Energiebuchhaltung genutzt werden. Die Servicestelle Energiebuchhaltung der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ (eNu) unterstützt die Gemeinden bei der Umstellung - von der Überlegung bis hin zur fertigen Umsetzung.

Voraussetzungen für die Teilnahme

  • Die Gemeinde nutzt den Siemens Navigator.
  • Alle Objekte und Eintarifzähler sind im Siemens Navigator vollständig und korrekt lt. Handbuch angelegt.
  • Die Smart Meter-Umstellung ist in den Gemeindeobjekten abgeschlossen.
  • Die Gemeinde ist im Netzportal des jeweiligen Stromnetzbetreibers registriert.

Video: Anleitung Smart Meter Webportal Netz Niederösterreich

Jetzt anmelden und das TOP-Angebot für Ihre Gemeinde sichern!  
ANMELDUNG unter energiebuchhaltung@enu.at

In 6 Schritten zur automatischen Zählerablesung

1. Aufbereitung der Energiebuchhaltung durch die Gemeinde

  • Objekte laut Handbuch anlegen
  • Alte Stromzähler sind zur Bearbeitung zu sperren.
  • Mehrtarifzähler sind durch Eintarifzähler zu ersetzen.
  • Zählernummer oder Zählpunktnummern sind unter "Datenpunktnummer" im Navigator einzugeben.
  • Stromzähler müssen im Smart Meter Portal aufscheinen und Daten enthalten
    Jede Gemeinde kann eine oder mehrere Kundennummern beim Netzbetreiber haben. Sollten mehrere Kundennummern beim Netzbetreiber vorhanden sein, können diese zu einem Netzportal-Account zusammengeschlossen werden (Infos bei Ihrem Strom-Netzbetreiber: Netz NÖ: Smart Meter-Registrierung, Netz NÖ: Kundennummer, Wiener Netze: Kundennummer). 
    Anleitung Netzportal Wiener Netze

2. Anmeldung

Die Gemeinde meldet sich mit einem formlosen E-Mail an energiebuchhaltung@enu.at an.  Anzugeben sind:

3. Wahl der Datenauflösung

Die Gemeinde gibt bekannt, ob die „OPT-in“-Variante (Übertragung von ¼-Stundenwerten) oder die „Standard“-Variante (Übertragung von Tageswerten) gewählt wurde. Es kann auch sein, dass nur einige Zähler auf „OPT-in“ umgestellt wurden. Diese Information ist für die Einrichtung der Zählerautomatisierung essenziell. Nach Bekanntgabe der Variante darf diese nicht mehr ohne Abstimmung mit der Servicestelle Energiebuchhaltung geändert werden! Hinweis: Mit Umstellung der Zähler auf „OPT-in“-Variante, kann es sein, dass die Verrechnung auf Monatsrechnung umgestellt wird, was einen Mehraufwand in der Buchhaltung nach sich ziehen kann. Nähere Details bei Ihrem Strom-Netzbetreiber bzw. Energielieferanten.

4. Zählerliste

Die Gemeinde übermittelt an das Land ein Dokument, auf dem die Zählpunktnummern der einzelnen Stromverbrauchsstellen und die Gerätenummern (Zählernummern) der Stromzähler zusammengefasst und gegenübergestellt sind (z. B. den letzten EVN-Energiebericht).

5. Datenfreigabe im Smart Meter Portal

Im nächsten Schritt bestätigt die Gemeinde nach Aufforderung durch die eNu im Onlineportal des Stromnetzbetreibers den Freigabeprozess durch Setzen eines Häkchens. Um die Stromverbrauchsdaten von den Smart Metern abholen zu können, muss die Gemeinde der Fa. Siemens den Zugriff auf die Daten freigeben.

6. Umstellung von Zählerstand auf Verbrauchsdaten

Mit der Benachrichtigung der Gemeinde über den Beginn der Umstellung hat die Gemeinde bei den Stromzählern 1.8.0 oder 1.8.1 UND 2.8.0 oder 2.8.1 (nicht unbedingt bei 1.8.2 und bei 2.8.2) einen aktuellen Ablesewert (letzter verfügbarer Zählerstand) einzugeben. Zur Erklärung: Da automatisch nur Verbrauchsdaten und keine Zählerstände eingespielt werden können, ist es erforderlich, dass eine Art „Endablesewert“ vor Umstellung eingetragen wird.

WICHTIG: Der Endablesewert der Summenzählwerke 1.8.0 und 2.8.0 ist im Navigator beim Zähler 1.8.0 (wenn im Navigator vorhanden) einzutragen, andernfalls im Zähler 1.8.1 bzw. beim Zähler 2.8.0 (wenn im Navigator vorhanden), andernfalls im Zähler 2.8.1 (künftig werden nur mehr die Summen-Werte 1.8.0 und 2.8.0 übertragen). Hinweis: Die erste Ziffer der OBIS-Kennung gibt die Stromflussrichtung an; 1.X.X gibt den Strombezug, 2.X.X die Stromeinspeisung an.

Es ist hier von der Gemeinde sonst keine Aktion notwendig, sondern lediglich je Zähler der entsprechende Ablesewert einzutragen.

Die Servicestelle Energiebuchhaltung der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ begleitet Sie durch diesen Prozess und ist zur Stelle, wenn Unklarheiten auftreten. 

FAQ

Das geht am besten, indem Sie sich im Netzportal mit jener Kundennummer mit den wenigsten Zählpunkten anmelden/registrieren. Danach jeweils eine weitere Kundennummer verknüpfen, bearbeiten und wieder lösen. Wiederholen Sie den Vorgang mit der nächsten Kundennummer.

Sofern die Messwandlerzähler / Lastprofilzähler fernauslesbar  sind und auch im Netzportal ersichtlich sind und Daten liefern, können diese für die Zählerautomatisierung herangezogen werden.

Fragen Sie Ihren Netzbetreiber, ob die Umstellung auf Smart Meter im Gemeindegebiet abgeschlossen wurde bzw. welche Zähler noch ausständig sind. Eventuell fragen Sie eine vollständige Zählerliste mit Gerätenummer und Zählpunktnummer an, welche für die Zählerautomatisierung ohnehin notwendig ist.

Mit der Entscheidung für "OPT IN" ist zu beachten, dass dadurch auf eine monatliche Rechnungslegung umgestellt wird. Berücksichtigen Sie den Mehraufwand in Ihrer Verwaltung. Das heißt, wo nicht unbedingt notwendig, da ein geringer Stromverbrauch vorherrscht (bspw. Kapellen, Lager, etc.), empfehlen wir die "ZAUT" Option als Standard zu wählen.

Die Gemeinden werden von der Servicestelle Energiebuchhaltung per E-Mail informiert, im Webportal des Netzbetreibers die Freigaben für die betreffenden Zähler zu tätigen. DAVOR ist es notwendig, pro Zähler einen Endablesewert abzulesen und im Siemens Navigator pro Zähler unter „Ablesen und editieren“ einzutragen.

Da Mehrtarifzähler nicht für die Zählerautomatisierung herangezogen werden können, müssen alle Mehrtarifzähler nach dem Eintragen eines Endablesewertes stillgelegt werden (Mehrtarifzähler sperren). Daraufhin ist ein Eintarifzähler (Datenpunkt anlegen) anzulegen (Vorschlag: Stromzähler 1.8.0 SM). Dieser Zähler sollte als Verbrauchszähler (= Verbrauch/Momentanwert, nicht Zählerstand) angelegt werden. Unter dem Punkt „Datenpunktnummer“ ist die Gerätenummer oder die Zählpunknummer unbedingt einzutragen!

Nach Selektion des betreffenden Stromzählers findet man unter „Datenpunkt bearbeiten“ das Eingabefeld „Datenpunknummer“. Hier muss eine Gerätenummer oder eine Zählpunktnummer vorhanden sein. Wenn nicht, muss diese eingetragen werden. Die Smart Meter Gerätenummer hat 12 Zahlenwerte, die Zählpunktnummer 33 Stellen (mit AT beginnend).

Die Gerätenummer findet man am Smart Meter selbst bzw. auf einer Stromrechnung. Hier findet man ebenso die 33-stellige Zählpunktnummer. Wenn Sie bereits im Webportal des Netzbetreibers registriert sind, können Sie die Zählpunktnummer einfach über „kopieren und einfügen“ in den Siemens Navigator einfügen.

Aktuell konzentriert sich alles auf die Stromzähler. Sobald diese flächendeckend in den Siemens Navigator automatisch übernommen wurden, sind die nächsten Zähler an der Reihe. Sie können bereits Vorbereitungen treffen und die weiteren Zähler auf Fernauslesbarkeit umstellen.

Ja. Stromzähler werden, nach Freigabe im Netzprotal durch die Gemeinde, in der Regel nach spätestens zwei bis drei Tagen in den Siemens Navigator übertragen. Bei Zählern, welche in einer Energiegemeinschaft integriert sind, kann es vorkommen, dass Verbrauchsdaten bis zu 14 Tage verspätet übertragen werden. Grund dafür ist, dass für die Energiegemeinschaften die Verbräuche aggregiert werden müssen. Die fehlenden Daten kommen jedoch rückwirkend in den Siemens Navigator, sobald alle Daten bei Siemens eingegangen sind. Somit kann der Prozess der Zählerautomatisierung für die genannten Zähler und Gemeinden etwas länger dauern.

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