SNAP Tarif – Strom sparen zur Mittagszeit
Mit dem Sommer-Nieder-Arbeitspreis (SNAP) wird Stromverbrauch im Sommer erstmals zeitlich belohnt. Von 1. April bis 30. September profitieren Haushalte täglich zwischen 10 und 16 Uhr von 20 % niedrigeren Netzgebühren.
Ziel ist es, Strom dann zu nutzen, wenn besonders viel PV-Strom im Netz verfügbar ist.
Damit der Rabatt automatisch berücksichtigt werden kann, muss der eigene Smart Meter auf „Opt-in“ geschalten und damit die Viertelstundenwerte aktiviert sein!
Was kann ich mir sparen?
Der Rabatt betrifft die Netzgebühren. Die tatsächliche Ersparnis hängt daher stark davon ab, wie viel Strom gezielt in der Mittagszeit verbraucht wird.
Typische Beispiele:
- Waschmaschine oder Geschirrspüler mittels Timer zu Mittag starten
- Wärmepumpe oder Warmwasserbereitung tagsüber laufen lassen
- e-Auto mittags laden
- Klimageräte oder andere größere Verbraucher bewusst nur zwischen 10 und 16 Uhr nutzen
Wer seinen Verbrauch aktiv verschiebt, kann die günstigeren Netzpreise nutzen und gleichzeitig helfen, das Stromnetz zu entlasten.
Energiegemeinschaften bleiben besonders attraktiv
Auch wenn SNAP zusätzliche Einsparungen ermöglicht, bleiben Energiegemeinschaften in vielen Fällen finanziell besonders interessant. Der Grund: Innerhalb einer Energiegemeinschaft sind die Vergünstigungen der Netztarife noch höher! Ersparnisse von 28 % in regionalen und 57 % in lokalen erneuerbaren Energiegemeinschaften sind möglich.
Während SNAP nur für einen begrenzten Zeitraum am Tag und ausschließlich für Netzgebühren gilt, profitieren Mitglieder von Energiegemeinschaften dauerhaft von reduzierten Netzkosten und lokal erzeugtem Strom. Dadurch bleibt gemeinschaftlich erzeugte Energie oft die langfristig wirtschaftlichere Lösung.
Auch Bürgerenergiegemeinschaften profitieren von der Entlastung der Netzgebühren durch den SNAP Tarif. Der zwischen April und September von 10 bis 16 Uhr bezogene Strom, der in der Bürgerenergiegemeinschaft produziert wird, ist ebenfalls vergünstigt!