Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich
Energieberatung Niederösterreich

Schritt für Schritt zu Ihrer PV-Anlage

Produzieren auch Sie zu Hause Ihren eigenen Strom aus der Sonne - einfach und kostengünstig. Eine Photovoltaikanlage arbeitet ökologisch, geräuschlos und praktisch wartungsfrei.

Familie freut sich über ihre neue Photovoltaikanlage

Strom ist die vielseitigst verwendbare Energieform in unseren Haushalten. Mit einer Photovoltaik-Anlage können Sie einen Teil des benötigten Stroms klimaschonend selbst erzeugen. Wir haben für Sie in 10 Schritten zusammengefasst, wie Sie zu Ihrer PV-Anlage kommen und was Sie beachten müssen.

Mit 10 Schritten zur eigenen PV-Anlage - für Privatpersonen:

1. Rahmenbedingungen abklären

  • Platzverhältnisse, Zustand, Ausrichtung der Dachflächen, Verschattungselemente etc. prüfen
  • Stromverbrauch im Gebäude erheben (Jahresabrechnung)
    • Zur Bestimmung der Anlagengröße
  • Überlegungen zum Stromspeicher anstellen
  • Wirtschaftlichkeit bedenken

2.. Anlagenplanung über eine Fachfirma

  • Angebot(e) einholen
  • Prozedere mit den Vorgaben bzgl. der Förderung abstimmen, sofern Sie um eine Förderung ansuchen möchten (siehe auch Punkt 5) 

3. Genehmigungen abklären

  • PV-Anlagen sind auf Gebäuden bis 1.000 kWp melde-, anzeigen- und bewilligungsfrei
  • Spezialfall (betrifft Bauordnung): bei denkmalgeschützten Gebäuden wird eine Genehmigung durch das Bundesdenkmalamt benötigt

4. Netzzugang beim Netzbetreiber ansuchen

  • Hinweis: Die Zählpunktnummer des Bezugs unterscheidet sich von jener für die Einspeisung. Der Einspeisezählpunkt ist beim Netzbetreiber zu beantragen. Es wird kein weiterer Zähler/Smart-Meter benötigt.
  • Über das Kundenportal der Netz NÖ können Sie Ihren Netzzugang online beantragen.
  • Für Anlagen bis zu 30 kWp sollte dies im Regelfall problemlos erfolgen. Es ist hierfür noch kein Elektriker/keine Elektrikerin notwendig. Für die Beantragung des Zählpunkts braucht man die Adresse des Standorts sowie die Leistung des Wechselrichters
  • Für Anlagen bis 11 kWp erhalten Sie Ihren Netzzugang, wenn alle Daten vorhanden sind, innerhalb von 72 Stunden. 
  • PV-InstallateurInnen haben ebenfalls Zugang zum Kundenportal der Netz NÖ und können Sie bei Bedarf bei der Beantragung unterstützen. 

5. Finanzierung organisieren und Förderung beantragen

  • Bitte beachten Sie die jeweiligen Förderbedingungen genau, damit es keine Formfehler bei der Antragstellung gibt. Die Website der OeMAG bietet zahlreiche Informationen und Hilfestellungen.
  • Nächster Fördercall-Start: 23. August 2022, 17:00 Uhr

6. Stromabnahmevertrag verhandeln

  • Es gibt diverse Firmen, die elektrische Energie abnehmen. 
  • Ihren Stromabnehmer können Sie frei wählen: Gute Konditionen erhalten Sie meist von Ihrem Energielieferanten. Einen Tarifkalkulator finden Sie online

7. Auftragsvergabe an Fachfirma

  • Beauftragung der Fachfirma auf Basis der eingeholten Angebote aus Punkt 2
  • Vertragsbedingungen genau lesen und auf die Wirtschaftlichkeit achten!

8. Installation der Anlage

  • Die Fachfirma muss mittels Inbetriebnahmeprotokolls nachweisen, dass die PV-Anlage allen Vorschriften und Regelungen entspricht. Das Protokoll ist für den Netzanschluss erforderlich. 

9. Inbetriebnahme durch den Netzbetreiber

  • Der Netzbetreiber prüft die ordnungsgemäße Installation der Anlage und schließt diese dann ans Netz an. 

10. Förderabrechnung

  • Beachten Sie dazu bitte die von der Förderstelle veröffentlichte Vorgangsweise. 
    • Abrechnung und Auszahlung erfolgt nach Übermittlung und Prüfung der Endabrechnungsunterlage
    • Registrierung der Anlage in der Herkunftsnachweisdatenbank der E-Control ist erforderlich (i.d.R. durch den Lieferanten, der Strom abnimmt, oder die ÖMAG)

Grenzwerte für Ihre PV-Anlage

  • Kleinstanlagen (Steckdosenanlagen) bis 800 Wp (0,8 kWp) sind beim Netzbetreiber nicht anmeldepflichtig
  • ab 15 kWp wird die Verbrauchsanlage auf Leistungsmessung umgestellt - Achtung: Erhöhung der Netzgebühren für Verbrauch 
  • bis 20 kWp vereinfachter Netzzugang laut EAG - Netzbetreiber ist grundsätzlich verpflichtet, einen Anschluss zu ermöglichen
  • bis 30 kWp Anschluss über Hausanschluss
  • ab 30 kWp Anschluss im nächsten Trafo
    • alle damit verbundenen Kosten (z.B. Materialkosten) trägt der Anlagenerrichter
    • dynamische Leistungsregelung der PV-Anlage, damit das Elektrizitätsnetz nicht belastet wird (eingespeiste Leistung der PV-Anlage wird aktiv begrenzt)

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