Parkplätze doppelt nutzen: Neuer Fördercall für PV-Überdachungen
Parkplätze bieten großes Potenzial für die Energiewende: Mit Photovoltaik-Überdachungen können Gemeinden bereits versiegelte Flächen doppelt nutzen. Ein neuer Fördercall des Landes Niederösterreich unterstützt 2026 die Umsetzung solcher Projekte.
Photovoltaik-Überdachungen von Parkplätzen bieten Gemeinden in Niederösterreich eine einfache Möglichkeit, die Energiewende aktiv zu unterstützen. Dabei werden bereits versiegelte Flächen genutzt, um Sonnenstrom zu erzeugen – ohne zusätzlichen Boden zu verbrauchen. Öffentliche Parkplätze bei Gemeindeämtern, Schulen, Freizeitanlagen oder Nahversorgern können so zu kleinen lokalen Kraftwerken werden.
Neben der Stromproduktion entsteht auch ein direkter Nutzen für die Bevölkerung. Fahrzeuge sind unter den Überdachungen besser vor Regen, Schnee und starker Sonneneinstrahlung geschützt, was den Komfort für Nutzerinnen und Nutzer erhöht.
Gleichzeitig leisten solche Lösungen einen wichtigen Beitrag zum Bodenschutz. Statt neue Flächen für Energieanlagen zu beanspruchen, wird bestehende Infrastruktur doppelt genutzt. Der erzeugte Strom kann etwa für kommunale Gebäude, Infrastruktur oder Ladepunkte für E-Mobilität verwendet werden. Damit können PV-Überdachungen ein sinnvoller Baustein für eine regionale und nachhaltige Energieversorgung in Gemeinden sein.
Neuer Fördercall des Landes Niederösterreich für 2026
Das Land Niederösterreich unterstützt auch im Jahr 2026 die Errichtung von Photovoltaik-Überdachungen auf Parkplätzen mit einem eigenen Förderprogramm. Mit diesem neuen Fördercall sollen zusätzliche Potenziale auf bereits versiegelten Flächen erschlossen und der Ausbau der Photovoltaik weiter vorangetrieben werden.
Die Förderung kann ab sofort beantragt werden; Einreichungen sind bis 30. Juni 2026 möglich.
Gefördert werden PV-Überdachungen auf bestehenden Parkflächen mit bis zu 750 Euro pro kWp installierter Modulleistung.
Pro Projekt kann ein maximaler Förderbetrag von 200.000 Euro gewährt werden.
Förderberechtigt sind unter anderem:
- Gemeinden und andere öffentliche Gebietskörperschaften
- Unternehmen
- Vereine
- konfessionelle Einrichtungen
Für den Fördercall steht ein eigenes Budget zur Verfügung. Die Auswahl der Projekte erfolgt im Rahmen eines Juryverfahrens.
Wesentliche Rahmenbedingungen sind unter anderem:
- mindestens 10 überdachte Stellplätze
- mindestens 20 kWp Photovoltaikleistung
- der Parkplatz muss öffentlich und kostenlos zugänglich sein
Nach einer Förderzusage müssen Projekte innerhalb von 18 Monaten umgesetzt und abgerechnet werden.
Schritte zur Förderung
Gemeinden und andere Interessierte können die Förderung in wenigen Schritten beantragen:
- Projektidee und Planung für eine PV-Überdachung entwickeln.
- Förderantrag vor Projektbeginn beim Land Niederösterreich einreichen.
- Nach positiver Förderentscheidung das Projekt umsetzen.
- Nach Fertigstellung die Förderabrechnung einreichen.
Wichtig ist: Der Antrag muss gestellt werden, bevor verbindliche Bestellungen oder Bauarbeiten beginnen.
Potenzial für Gemeinden
Photovoltaik-Überdachungen von Parkplätzen sind eine einfache Möglichkeit, bestehende Infrastruktur für die Energieproduktion zu nutzen. Gerade Gemeinden verfügen häufig über größere Parkplatzflächen – etwa bei Sportanlagen, Veranstaltungszentren, Schulen oder Freizeiteinrichtungen.
Mit einer PV-Überdachung kann diese Fläche doppelt genutzt werden: Sie liefert erneuerbaren Strom, verbessert den Komfort für Nutzerinnen und Nutzer und macht kommunales Engagement für Klimaschutz sichtbar. Der neue Fördercall 2026 bietet Gemeinden damit eine gute Gelegenheit, ein weiteres Projekt für die lokale Energiewende umzusetzen.