Niederösterreich erneut Spitzenreiter im klimaaktiv Gebäudereport 2025
Der klimaaktiv Gebäudereport 2025 bestätigt die starke Rolle Niederösterreichs beim nachhaltigen Bauen: Rund 60 % der klimaaktiv Gebäude in NÖ tragen den Goldstandard – deutlich mehr als im Österreichschnitt.
Der aktuelle klimaaktiv Gebäudereport 2025 zeigt erneut den hohen Stellenwert nachhaltigen Bauens in Österreich. Mit 363 deklarierten Gebäuden auf rund einer Million Quadratmetern Nutzfläche konnte klimaaktiv an die Erfolge der vergangenen Jahre anschließen. Niederösterreich zählt dabei erneut zu den führenden Bundesländern.
Goldstandard prägt das nachhaltige Bauen in Niederösterreich
In Niederösterreich dominiert klar der Goldstandard. Knapp 60 % der klimaaktiv Gebäude im Bundesland erreichen damit die höchste Qualitätsstufe, österreichweit liegt der Anteil bei rund 40 %.
Ein weiterer Erfolg – drei Gebäude in Niederösterreich erzielten bereits die Maximalbewertung von 1.000 Nachhaltigkeitspunkten:
- das Headquarter der Windkraft Simonsfeld (Objekt des Monats Februar 2025),
- die Erweiterung des Campus Krems sowie
- das Haus des Lernens der GESA in St. Pölten.
Neuer Kriterienkatalog 2025
Mit der laufenden Weiterentwicklung reagiert der klimaaktiv Gebäudestandard zeitnah auf gesetzliche Vorgaben und setzt zugleich neue Maßstäbe für die Energiewende im Gebäudesektor. Über die gesetzlichen Anforderungen hinaus integriert klimaaktiv Kriterien wie Klimawandelanpassung, Biodiversität oder auch Gesundheit und Komfort – für eine ganzheitlich nachhaltige Bauweise.
Neue Anforderungen wie netzdienliches Heizen und Kühlen, Klimarisikoanalysen sowie der Zirkularitätsindex unterstützen eine zukunftsorientierte Planung. Gleichzeitig erfüllt der Standard zentrale EU Vorgaben.
Für die Immobilienwirtschaft ist das ein entscheidender Vorteil: klimaaktiv‑Nachweise können direkt in EU‑weit gültige Taxonomie‑Prüfungen integriert werden. Damit wird klimaaktiv zu einem zentralen Instrument für eine nachhaltige und zukunftssichere Immobilienentwicklung.
Netzdienliches Heizen und Kühlen
Mit Blick auf das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) rückt die systemdienliche Nutzung von Wärme- und Kälteversorgung stärker in den Fokus. klimaaktiv trägt diesen Anforderungen mit klaren Vorgaben und der Förderung ausreichend dimensionierter Photovoltaikanlagen Rechnung.
Klimawandelanpassung im Gebäudestandard
Der aktuelle Kriterienkatalog berücksichtigt Klimarisiken stärker als bisher – etwa durch verpflichtende Klimarisikoanalysen und die Prüfung lokaler Umweltgefahren. Diese Erweiterung unterstützt eine robuste und zukunftssichere Gebäudeplanung.
Zirkularitätsindex für Materialkreisläufe
Neu aufgenommen wurde der Zirkularitätsindex, der Rückbaupotenzial, Wiederverwendbarkeit und Materialwahl bewertet. Damit stärkt der Standard die Kreislauffähigkeit von Gebäuden.
Frühzeitige Erfüllung europäischer Vorgaben
Der Standard entspricht bereits heute wesentlichen Anforderungen der EU‑Taxonomieverordnung sowie der geplanten EU‑Gebäuderichtlinie, die künftig eine verpflichtende Treibhausgasbilanzierung von Baustoffen vorsieht. klimaaktiv integriert diese Betrachtungen schon jetzt in seine Bewertungssystematik.