Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ
Energieberatung

Raus aus dem Öl: NÖ zeigt's vor

Ölheizungen sind aufgrund des großen CO2-Ausstoßes nicht nur extrem klimaschädlich, sondern auch im Betrieb auf lange Sicht eine teure Heizform. Daher wird ein Umstieg auf zukunftsfähige Heizsysteme vom Land NÖ im Rahmen der „Raus aus Öl Initiative“ mit speziellen Förderungen forciert.

Sujet Raus aus Öl

Ab 2035 keine Ölheizkessel mehr

Die Öl-Heizung ist der größte Klimakiller im Haushalt. 15 Prozent der niederösterreichischen Haushalte heizen immer noch mit Öl. Das komplette Aus für Ölheizungen ist für den Klimaschutz unerlässlich, der stufenweise Ausstieg ist durch die Bundesregierung in ihrem Programm geplant. Laut Regierungsprogramm dürften ab 2021 auch im Gebäudebestand keine Ölheizungen mehr eingebaut werden. 2025 müssten alle Ölheizungen, die älter als 25 Jahre sind, ausgetauscht werden und  2035 sollten die letzten Ölheizungen entfernt werden. Für Ölheizungen, die in den letzten Jahren in Betrieb gegangen sind, wird das noch vor ihrem technischen Lebensende sein.

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Pilotinitiative für den Ölausstieg

Wie der flächendeckende Ausstieg aus der Ölheizung gelingen kann, testet die Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ (eNu) gemeinsam mit dem Land NÖ mit der Pilotinitiative „Raus aus dem Öl“  in den e5-Gemeinden Allhartsberg, Bisamberg und Großschönau samt der Klima- und Energiemodellregion Lainsitztal. Mithilfe intensiver Beratungsgespräche und eines „Rundum-Sorglos-Pakets“ soll den noch vorhandenen Ölheizern der Umstieg auf Pellets, Wärmepumpe oder Fernwärme möglichst einfach gemacht werden.

Vor allem ältere Personen oder einkommensschwache Haushalte schrecken aufgrund des organisatorischen und finanziellen Aufwands, der mit einem Wechsel des Heizungssystems verbunden ist, oft davor zurück. Neu geschaffene „Erneuerbare-Wärme-Coaches“ stehen bei der komplexen Entscheidung kostenlos zur Seite und unterstützen die Haushalte von der Analyse der Situation vor Ort, über die Empfehlung eines erneuerbaren Heizsystems bis zu Finanzierungsmöglichkeiten, und Beratung zu den Angeboten der Installateure/Installateurinnen und Öltankentsorgung.

Ergänzend zu den Bundes- und Landes-Förderungen für „Raus aus dem Öl“ werden im Rundum-Sorglos-Paket spezielle Rabatte des Wärmepumpen- und Pelletsverbandes, sowie neue Kredit- und Contracting-Möglichkeiten angeboten. Dadurch soll den Haushalten der Umstieg möglichst schmackhaft gemacht werden. „Raus aus dem Öl“ ist eine Pilotinitiative des Landes NÖ in Kooperation mit propellets Austria, Wärmepumpe Austria, Raiffeisen, EVN, energy4rent und Kausl GmbH.

Grafik: Heizungstausch ist Klimaschutz. Die Umstellung von einer Ölheizung auf eine Holzheizung spart rund 7 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr
Die Umstellung von einer Ölheizung auf eine Holzheizung zählt zu den größten Klimaschutzmaßnahmen im privaten Haushalt.

Beratung und Förderung in ganz NÖ

Auch für BesitzerInnen einer Ölheizung außerhalb der Pilotregionen gilt: Noch nie war der Zeitpunkt zum Umstieg so günstig wie jetzt!  Hohe Förderungen ermöglichen einen günstigen Umstieg z.B. auf Pelletsheizungen und Wärmepumpen. Vielen Gemeinden vergeben zusätzliche Fördermittel. Etwa die Hälfte der Investitionskosten für eine neue Heizung können in der Regel über die Förderungen abgedeckt werden. Damit finanziert sich zumeist der Umstieg über die Energieeinsparung durch die bessere Heiztechnik und günstigeren Brennstoff von selbst. Denn Ölheizungen sind im Betrieb über die Jahre gesehen die teuerste Heizform, der Ölpreis schwankte in den letzten Jahren extrem, auf günstige Phasen folgten immer teure Phasen.

Heizungs-Check und Förderung abholen

Wollen auch Sie raus aus dem Öl?
Dann nutzen Sie den Heizungs-Check der Energieberatung NÖ: Dabei wird Ihre Heizung durch einen unabhängigen Energieberater analysiert und Handlungsvorschläge für eine Umstellung empfohlen. Außerdem erhalten Sie Informationen zu allen Förderungen und Finanzierungsmöglichkeiten, die Ihren Umstieg auf einen umweltschonenden Energieträger erleichtern.
 

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