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Windkraftprojekte erfolgreich umsetzen

Für Gemeinden sind Windkraftprojekte mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Wir unterstützen Sie bei Fragen rund um konkrete Windkraftprojekte – von der ersten Idee bis zur Umsetzung.

Windkraftanlage auf einer Blumenwiese

Windkraft ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Energiezukunft. Für Gemeinden bringt die Entwicklung und Umsetzung von Windkraftprojekten jedoch weit mehr mit sich als die Errichtung von Windenergieanlagen. Unterschiedliche Interessen, komplexe Rahmenbedingungen und vielfältige Fragestellungen erfordern eine sorgfältige Planung und fundierte Entscheidungen.

Gerade in der frühen Projektphase ist eine strukturierte Vorbereitung entscheidend. Sie schafft die Grundlage für einen transparenten Projektverlauf, trägt zur Akzeptanz in der Bevölkerung bei und unterstützt Gemeinden dabei, Windkraftprojekte erfolgreich und zukunftsorientiert umzusetzen.

Unser Unterstützungsangebot

Windkraftprojekte bringen viele Fragen mit sich – von rechtlichen Rahmenbedingungen über finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten bis hin zur Information und Einbindung der Bevölkerung. Die Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich (eNu) unterstützt Gemeinden gemeinsam mit dem Land Niederösterreich und der ÖGUT dabei, diese Themen von Beginn an gut zu planen und aufeinander abzustimmen.

Jedes Windkraftprojekt ist anders – die Herausforderungen ähneln sich jedoch.

Unser Angebot umfasst

  1. Begleitung bei Fragen zum Anlagen- und Verfahrensrecht
  2. Beratung für finanzielle Beteiligungsmodelle für Gemeinden und Bevölkerung
  3. Erstberatung zur Entwicklung passender partizipativer Begleitprozesse für die Bevölkerung
  4. Begleitende Infomaterialien zur Bewusstseinsbildung

Die eNu ist Ihre zentrale Anlaufstelle für die fachliche Begleitung Ihres Windkraftprojekts. Wir unterstützen Sie bei den ersten Schritten, klären offene Fragen und vermitteln bei Bedarf die passenden Expertinnen und Experten. So erhalten Gemeinden genau jene Unterstützung, die sie für die erfolgreiche Umsetzung ihres Projekts benötigen.

Information und Kontakt

Ing.in Eva Otepka
+43 2742 219 19
windkraft@enu.at

Zonierung und Anlagenrecht

Das sektorale Raumordnungsprogramm (SekRop) unterstützt das Land Niederösterreich und die Gemeinden bei einem geordneten, nachhaltigen und naturverträglichen Ausbau der Windkraft. Es legt fest, welche Flächen grundsätzlich für die Errichtung neuer Windkraftanlagen geeignet sind. Insgesamt wurden rund 1,5 % der niederösterreichischen Landesfläche als Windkraftzonen ausgewiesen.

Das Programm stellt eine „Vorauswahl“ möglicher Windkraftstandorte dar. Bei der Auswahl der Windkraftzonen wurden bereits folgende Kriterien berücksichtigt:

  • Naturschutz und Artenschutz
  • Mindestabstände zu Wohngebieten und Siedlungen
  • Auswirkungen auf das Landschaftsbild
  • technische Umsetzbarkeit
  • Infrastruktur und Netzanschlussmöglichkeiten
  • raumordnerische Interessen

Die Ausweisung einer Windkraftzone bedeutet jedoch nicht automatisch, dass dort ein Windpark errichtet wird. Für jedes konkrete Projekt sind weitere Widmungs- und Genehmigungsverfahren sowie in den meisten Fällen eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich. Nach derzeitigem SekRop ist es in Niederösterreich ausgeschlossen, dass in Schutzgebieten Windzonen ausgewiesen werden.

Das Land Niederösterreich unterstützt mit der Abteilung RU7 – Raumordnung und Gesamtverkehrsangelegenheiten bei Fragen zu Zonierung und mit der Abteilung WST1 – Umwelt- und Anlagenrecht bei Fragen zum Anlagenrecht.
Bei Fragen zu Zonierung und Anlagenrecht wenden Sie sich bitte an:

Amt der NÖ Landesregierung

Abteilung Raumordnung und Gesamtverkehrsangelegenheiten (RU7), post.ru7@noel.gv.at
Abteilung Umwelt- und Anlagenrecht (WST1), post.wst1@noel.gv.at

Finanzielle Beteiligung bei Windkraftanlagen

Windkraftprojekte können Gemeinden und Regionen auch finanziell zugutekommen. Durch Vereinbarungen mit dem Projektwerber oder Betreiber kann ein Teil der Wertschöpfung in der Region bleiben und für die Gemeinde, die Bevölkerung oder soziale Einrichtungen genutzt werden. Beteiligungsmodelle können außerdem dazu beitragen, die Akzeptanz eines Projekts zu stärken.

Welche Beteiligung sinnvoll ist, hängt von den Zielen der Gemeinde, den Bedürfnissen der Bevölkerung und den Möglichkeiten des Projekts ab. Die konkrete Ausgestaltung wird gemeinsam mit dem Betreiber vereinbart und vertraglich festgehalten. Möglich sind zum Beispiel finanzielle Zahlungen an die Gemeinde, regionale Fonds, die Unterstützung öffentlicher oder sozialer Einrichtungen, die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern oder eine Beteiligung an der Betreibergesellschaft. Auch die Nutzung des erzeugten Stroms über eine Energiegemeinschaft kann eine Möglichkeit sein.

Auch beim Repowering, also beim Erneuern bestehender Windkraftanlagen, können bestehende Vereinbarungen weiterentwickelt oder neu verhandelt werden. So können Gemeinden und Bevölkerung langfristig stärker von den wirtschaftlichen Vorteilen der Windkraft profitieren.

Für Großprojekte stehen vier unterschiedliche finanzielle Beteiligungsformen zur Verfügung. Die einzelnen Modelle und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile stellen wir Ihnen im Artikel "Finanzielle Beteiligung bei Großprojekten" vor. 

Maßgeschneiderte Begleitprozesse für die Bevölkerung

Früh reden. Gut entscheiden. Gemeinsam gestalten
Maßgeschneiderte Beteiligung bei Windkraft-Projekten

Wenn Windkraft in Ihrer Gemeinde Thema wird, ist eines entscheidend: die richtigen Menschen frühzeitig und passend einzubinden. Denn jede Gemeinde steht an einem anderen Punkt. Genau hier setzt unser Kooperationspartner ÖGUT an.

Mit der Erstberatung werden Gemeinden in Niederösterreich dabei unterstützt, den passenden Weg für Bürgerbeteiligung zu finden. Im ersten Schritt wird die Situation vor Ort analysiert, mit zentralen Stakeholdern gesprochen und daraus ein maßgeschneidertes Beteiligungskonzept entwickelt — passend zur Stimmung, zum Planungsstand und zu den Akteuren in Ihrer Gemeinde.

Ob Workshop-Reihe, Konferenz, Zukunftswerkstatt, Planungszelle oder BürgerInnenrat: Die ÖGUT empfiehlt keine Standardlösung, sondern das, was wirklich passt.

Die Erstberatung für Gemeinden kann über  das Ökomanagement NÖ gefördert werden.  

Gut informiert in den Dialog

Fachlich fundierte Informationen schaffen Verständnis und sind eine wichtige Grundlage für den Dialog mit der Bevölkerung. Dafür haben wir kompakte Informationen zur Windkraft sowie die 10 häufigsten Mythen und Fakten aufbereitet. Die Inhalte unterstützen Gemeinden dabei, Fragen aus der Bevölkerung zu beantworten und die Umsetzung von Windkraftprojekten gut vorzubereiten.
Mehr Informationen und Materialien zur Windkraft

Lassen Sie sich beraten!

Energieberatung NÖ
+43 2742 22 144
Montag bis Freitag, 9 bis 15 Uhr
energieberatung@enu.at

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