Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich
Energieberatung Niederösterreich

Wärmeversorgung in Niederösterreich – wir nützen die Kraft der Natur

Ein Viertel der Energie in Niederösterreich wird zum Heizen und für die Erzeugung von Warmwasser verwendet. Durch innovative Heizsystemen, die die Kraft der Natur z.B. aus Sonne, Holz oder der Umgebungswärme nützen, soll Niederösterreich unabhängig von Öl und Erdgas werden.

Bäume und Sonne

24 % der gesamten Energie in Niederösterreich werden für Heizung und Warmwasser benötigt. Dies sind 17.200 Gigawattstunden (1 GWh entspricht 1 Million kWh).

Mehr als die Hälfte, der für die Wärme benötigten Energie, stammt aus klimafreundlichen Energieträgern wie Holz, Sonne oder Umgebungswärme (Luft, Erde und Wasser bei Wärmepumpen). 49 % stammen aber noch immer aus begrenzt verfügbaren klimaschädlichen Brennstoffen wie Öl, Gas und Kohle. Davon zu 31% Gas und zu 12 % Öl. Kohle wird nur noch sehr wenig verwendet.

Fernwärme hat seit den letzten Jahren stark zugenommen und der Anteil an erneuerbaren Brennstoffen wie z.B. Holz bei der Fernwärme steigt kontinuierlich, 2018 betrug der Anteil schon 71 %. 

Grafik: Die Raumwärme in NÖ wird zu 51 % aus erneuerbaren Quellen erzeugt. Mit der Energiewende soll langfristig die gesamte Raumwärme auf erneuerbare Energie umgestellt werden.
Die Raumwärme in NÖ wird zu 51 % aus erneuerbaren Quellen erzeugt. Mit der Energiewende soll langfristig die gesamte Raumwärme auf erneuerbare Energie umgestellt werden.

NÖ Energiefahrplan 2030

Im NÖ Energiefahrplan 2030 spielt die Wärme eine wichtige Rolle. Durch umfassende Gebäudesanierungen und Ersatz von ineffizienten Heizungen soll Energie eingespart werden. Außerdem sollen Öl und Erdgas durch erneuerbare Energieträger wie Biomasse, Solarwärme und Umgebungswärme ersetzt werden. Dies soll unter anderem durch Fördermaßnahmen erreicht werden. Außerdem gilt seit 2019 ein Verbot von Ölheizungen im Neubau und seit 2019 ist Niederösterreich auch aus der Kohleproduktion ausgestiegen. Durch diese Maßnahmen sollen die Treibhausgase bis 2030 um mehr als ein Drittel reduziert werden.

Heizungen in Niederösterreich

Der größte Teil der Heizungen wird mit Erdgas betrieben, an zweiter Stelle stehen die erneuerbaren Biomasse-Heizungen. Erneuerbare Heizsysteme wie Wärmepumpen und Solarwärmeanlagen genießen große Beliebtheit, die Zahl hat sich seit 2003 verdreifacht. Derzeit besitzt schon fast jede 10. Person in NÖ eine Wärmepumpe oder eine Solaranlage.

Heizungen in Niederösterreich (Stand 2017/2018):

  • 240.000 Erdgasheizungen, entspricht 33%
  • 175.000 Biomasseheizungen (Holz, Pellets), entspricht 24%
  • 116.000 Fernwärmeanlagen, entspricht 16%
  • 99.500 Ölheizungen, entspricht 14%
  • 61.000 Wärmepumpen und Solarwärmeanlagen, entspricht 9%
  • 25.000 Strom-Direktheizungen, entspricht 4%
  • 3.000 Kohleheizungen, weniger als 1%

Raus aus dem Öl

Raus aus dem Öl ist das Motto in Niederösterreich. Derzeit gibt es noch fast 100.000 Ölheizungen in NÖ. Das Ziel ist ein ölfreies NÖ. Die Anzahl der Ölheizungen ist seit 2005 kontinuierlich gesunken. Dieser Trend soll weitergeführt werden.

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