20 Jahre klimaaktiv: zukunftsweisende Standards seit zwei Jahrzehnten
Der klimaaktiv Gebäudestandard hat sich in den vergangenen 20 Jahren als verlässlicher Qualitätsrahmen etabliert. Mit seinen aktuellen Weiterentwicklungen bietet er erneut klare Antworten auf neue gesetzliche Vorgaben und bleibt ein wichtiger Impulsgeber für nachhaltiges Bauen.
In Niederösterreich unterstützt die Energie- und Umweltagentur NÖ als Regionalpartner Gemeinden, Bauträgerinnen und Bauträger sowie Planerinnen und Planer bei der Umsetzung und Plausibilitätsprüfung der Kriterien.
Neuer Kriterienkatalog 2025
Mit der laufenden Weiterentwicklung reagiert der klimaaktiv Gebäudestandard zeitnah auf gesetzliche Vorgaben und setzt zugleich neue Maßstäbe für die Energiewende im Gebäudesektor. Über die gesetzlichen Anforderungen hinaus integriert klimaaktiv Kriterien wie Klimawandelanpassung, Biodiversität oder auch Gesundheit und Komfort – für eine ganzheitlich nachhaltige Bauweise.
Neue Anforderungen wie netzdienliches Heizen und Kühlen, Klimarisikoanalysen sowie der Zirkularitätsindex unterstützen eine zukunftsorientierte Planung. Gleichzeitig erfüllt der Standard bereits heute zentrale EU Vorgaben.
Netzdienliches Heizen und Kühlen
Mit Blick auf das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) rückt die systemdienliche Nutzung von Wärme- und Kälteversorgung stärker in den Fokus. klimaaktiv trägt diesen Anforderungen mit klaren Vorgaben und der Förderung ausreichend dimensionierter Photovoltaikanlagen Rechnung.
Klimawandelanpassung im Gebäudestandard
Der aktuelle Kriterienkatalog berücksichtigt Klimarisiken stärker als bisher – etwa durch verpflichtende Klimarisikoanalysen und die Prüfung lokaler Umweltgefahren. Diese Erweiterung unterstützt eine robuste und zukunftssichere Gebäudeplanung.
Zirkularitätsindex für Materialkreisläufe
Neu aufgenommen wurde der Zirkularitätsindex, der Rückbaupotenzial, Wiederverwendbarkeit und Materialwahl bewertet. Damit stärkt der Standard die Kreislauffähigkeit von Gebäuden.
Frühzeitige Erfüllung europäischer Vorgaben
Der Standard entspricht bereits heute wesentlichen Anforderungen der EU‑Taxonomieverordnung sowie der geplanten EU‑Gebäuderichtlinie, die künftig eine verpflichtende Treibhausgasbilanzierung von Baustoffen vorsieht. klimaaktiv integriert diese Betrachtungen schon jetzt in seine Bewertungssystematik.
Umsetzung in Niederösterreich
In Niederösterreich finden sich zahlreiche Vorzeigeprojekte, die im klimaaktiv Gebäudestandard die Höchstbewertung von 1.000 Nachhaltigkeitspunkten erreichen. Prominente aktuelle Beispiele sind etwa die Firmenzentrale der Windkraft Simonsfeld in Ernstbrunn, der Kindergarten des ISTA in Gugging und die Erweiterung des Uni-Campus Krems.
Statements für nachhaltiges Bauen in Niederösterreich
Warum bauen Unternehmen und Privatpersonen nach dem anspruchsvollen klimaaktiv Standard? Was sind ihre Motivationen und welche konkreten Vorteile ziehen sie daraus?
Erfahren Sie in folgendem 3-minütigen Video, wie Vorzeigeprojekte in Niederösterreich Klimaschutz und Baukultur vereinen. Zu Beginn unterstreichen Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Staatssekretärin Elisabeth Zehetner die herausragende Bedeutung des klimaaktiv Gebäudestandards für die Klimaziele und die Energiewende in Österreich.
Anschließend geben Bauherrinnen und Bauherren selbst persönliche Statements ab, die zeigen:
- warum sie die klimaaktiv Standards umgesetzt haben (Motivation für Klimaschutz und Verantwortung)
- wie sie selbst davon profitieren (z. B. durch geringere Betriebskosten, erhöhten Komfort, Wertbeständigkeit)
- welche Vorbildwirkung ihre Projekte haben (Impulsgeber für nachhaltiges Bauen)
