Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich
Energieberatung Niederösterreich

Wasser ist Energie - die unerschöpfliche Kraft in Niederösterreich

Wasser ist nicht nur Leben, sondern auch eine unerschöpfliche Energiequelle.  Unter Berücksichtigung des Naturschutzes wird diese Energie für Niederösterreich vor allem in Form von Strom sinnvoll genützt.

Flusswehr

Wasserkraft in Niederösterreich

An der schönen blauen Donau bilden vier naturverträgliche Laufwasserkraftwerke das Rückgrad der niederösterreichischen Stromversorgung. Sie haben eine Leistung von über 1.000 Megawatt (MW).  Weitere 232 MW liefern über 650 kleinere Wasserkraftwerke, die über das ganze Bundesland verteilt sind. Zusammen erzeugten die Wasserkraftwerke 2018 insgesamt rund 7,2 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, dies entspricht dem Strombedarf von 2 Millionen Haushalten. Das ist fast die dreifache Menge des Stromes, den die 720.000 niederösterreichischen Haushalte benötigen. Der Rest wird für Industrie und Infrastruktur verwendet.

In NÖ werden insgesamt fast 12,6 Milliarden kWh erneuerbarer Strom erzeugt, 57 % davon kommen aus der Wasserkraft.

Grafik: Niederösterreich wird mit 100 Prozent erneuerbarem Strom versorgt. Wasserkraft trägt 57 %, Windkraft 32 %, Biomasse 8 % und Photovoltaik 3 % zur Stromerzeugung bei.
Die Strombilanz von Niederösterreich weist 100 Prozent erneuerbaren Strom aus. Ein weiterer Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung ermöglicht die schrittweise Umstellung von fossilen Energieverbrauchern auf sauberen Strom.

Österreichweit liefert Niederösterreich die zweitgrößte Strommenge aus Wasserkraft und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung in Österreich. Stromerzeugung aus natürlicher Wasserkraft statt aus fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Gas und Kohle spart in Österreich jährlich 35 Millionen Tonnen CO2 ein.

Im NÖ Klima-und Energieprogramm spielt der Ausbau von Wasserkraft nur noch eine untergeordnete Rolle, da das derzeitige Potenzial in NÖ schon weitgehend ausgeschöpft ist. Es können keine Großwasserkraftwerke an der Donau mehr gebaut werden, da die möglichen Ausbaubereiche an der Donau im Weltkulturerbe Wachau bzw. im Nationalpark Donauauen liegen und diese geschützt sind. Mögliche Ertragssteigerungen gibt es durch eine Erhöhung der Effizienz und einen Ausbau von bestehenden Anlagen sowie eventuell durch den Zubau von Kleinwasserkraftwerken unter besonderer Berücksichtigung des Naturschutzes. Ziele im NÖ Klima- und Energiefahrplan sind eine Erhöhung der Stromerzeugung aus Wasserkraft von 7,2 auf 7,5 Milliarden Kilowattstunden.

Wasserkraft und die Natur

Die Nutzung dieser Naturgewalt für die Stromerzeugung ist natürlich mit Eingriffen in die Natur und die Landschaft verbunden. Wichtig ist, dass die Fischdurchgängigkeit und das Landschaftsbild im Großen und Ganzen erhalten bleiben. NÖ legt besonderen Wert darauf, den ökologisch guten Zustand der Gewässer zu erhalten und die negativen Auswirkungen auf die Natur so minimal wie möglich zu halten.

Vorteile der Wasserkraft

  • Sehr hohe und konstante Stromerzeugung für NÖ.
  • Beste Ökobilanz über den Lebenszyklus der Anlage verglichen zu anderen Anlagen, die Strom produzieren.
  • Beitrag zum Hochwasserschutz durch Regulierung der Dynamik.
  • Entstehung neuer Lebensräume wie Flachwasserbereiche, Seen, …
  • Steigerung der touristischen Attraktivität durch den Bau von z.B. beeindruckenden Talsperren.

Nachteile der Wasserkraft

  • Beeinträchtigung der Fischdurchgängigkeit und des Landschaftsbildes durch Bauten
  • Veränderung der Landschaft und Trockenlegung von Ökosystemen
  • Zurückhalten von Gesteinen und damit einhergehend eine Vertiefung des Flussbettes, Veränderung der Fließgeschwindigkeit und Reduzierung von Ruhewasserzonen, die wesentlich für viele Pflanzen und Tiere sind.

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