Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich
Energieberatung Niederösterreich
Grafische Darstellung eines "Dorf der Zukunft"

Nachhaltige Region

Das Dorf der Zukunft ist Teil einer nachhaltigen Region, die nicht nur die eigenen Einwohner mit Lebensmitteln, Energie und Erholungsraum, sondern auch zu einem Teil die Bewohner der Großstadt mitversorgt. Die nachhaltige Region bietet eine 100% erneuerbare Energieversorgung, Mobilität für alle, Natur- und Erholungsraum sowie Arbeitsplätze und Wertschöpfung.

5 Beispiele, wo bereits jetzt Regionen auf nachhaltige Versorgung setzen: 

SOL4 Bürogebäude in Mödling

SOL4 ist ein öffentlich gut erreichbares, dreigeschossiges Bürozentrum in Mödling, das als Co-Office genutzt wird. Es ist ein Passivhaus, welches mit recyclebaren natürlichen Materialien gebaut und gedämmt wurde. Die kontrollierte Lüftungsanlage, der natürliche Innenausbau, die Grünflächen, der Indoor-Wasserfall sowie die vielen Erholungs- und Gemeinschaftsräume sorgen für ein gesundes Raumklima und eine gute Work-Life Balance. Auf der begrünten Terrasse können Besprechungen stattfinden,man kann im Freien essen und sich erholen.  

Solarfassade

Es gibt eine Solarfassade mit insgesamt 28,6 Kilowattpeak, die sauberen Strom liefert. Eine solarthermische Anlage sorgt für das Warmwasser, die Erdwärmesonden liefern Wärme und der aktivierte Betonkern kann diese für den Bedarf speichern. Zusätzlich verfügt das Gebäude über eine Grundwasserwärmepumpe, viele Besucherparkplätze und überdachte Fahrradabstellplätze. 

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Smart Community Großschönau

Die Gemeinde Großschönau ist Vorreiter im Bereich der Sonnenergie in Niederösterreich. Großschönau produziert mehr Strom aus der Sonne, als die Gemeinde verbraucht. Die Gemeinde legt sehr viel Wert auf Energieeffizienz, sie hat ein Besucherzentrum namens „Sonnenwelt“ und ein Passivhausdorf und sie bietet viele Weiterbildungen, Messen und Beratungen an.

Großschönau aus der Vogelperspektive betrachtet

Verschiebbare Lasten wie Wärmepumpen, die Pumpanlage der Nahwärmeversorgung und Trinkwasserpumpen sollen dorthin verlegen, wo auch Strom erzeugt wird. Außerdem möchte sich die Gemeinde durch intelligente Energiesysteme am Strommarkt positionieren und so Strom für die umliegenden Gemeinden zur Verfügung zu stellen, wenn dieser in der Gemeinde selbst gerade nicht benötigt wird. Derzeit laufende Projekte in Großschönau sind z.B. ERA-Net (Blockchain based ElectricitY trading for the integration Of National and Decentralized local markets) und Flex+ (großflächiger Einsatz von Prosumer-Flexibilität an kurzfristigen Strommärkten unter Berücksichtigung von Prosumer-Interessen).  

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Mobilitätsdrehscheibe Wieselburg

Am Bahnhof in Wieselburg wurde ein neues Mobilitätszentrum errichtet. Eine Fußgängerbrücke über die Gleisanlagen und Lifte sorgen für Barrierefreiheit. Es gibt einen Busbahnhof, eine Park&Ride-Anlage mit 4 e-Tankstellen, überdachte Fahrrad-Abstellplätze und versperrbare Fahrradboxen mit Auflademöglichkeiten. Weiters gibt es einen Elektro-Niederflur-Kleinbus, der vor allem ältere oder gehbehinderte Fahrgäste ans Ziel bringen soll. 

Elektrobus

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Naturpark Jauerling Wachau

Naturparke sind Kulturlandschaften wie Almen, Streuobstwiesen und Weingärten. In Niederösterreich liegen 20 Naturparke von insgesamt 46 in Österreich. Ziel der Naturparke ist es, die Vielfalt und die besondere Tier- und Pflanzenwelt dieser Landschaften durch naturnahe Nutzung zu erhalten. Außerdem sind sie auch Erholungsgebiete für die örtliche Bevölkerung.

Blick auf den Naturpark Jauerling-Wachau

Die Naturparke stehen in engem Kontakt mit den Menschen vor Ort, deswegen gibt es besondere Naturpark-Spezialitäten und Naturpark-Partnerbetriebe wie Gasthäuser und Hotels, die besondere regionale Schmankerln anbieten. Zum Beispiel wird im Naturpark Jauerling Wachau Jauerlinger Saft, Wein, Käse, Most und Marmelade angeboten.  

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Biohof zum Grünen Baum

Der Biohof ist ein kleiner biologisch zertifizierter landwirtschaftlicher Betrieb im Bezirk Hollabrunn. Das meiste wird von Hand erarbeitet und auch der Traktor ist klein. Eine Photovoltaikanlage als BürgerInnenbeteiligung wurde umgesetzt.

MitarbeiterInnen des Biohofs "Zum grünen Baum" am Feld

Der Fokus des Betriebs liegt auf dem Anbau von seltenen einheimischen Gemüse- und Obstsorten, zusätzlich gibt es noch ein paar freilebende Hühner. Die regionalen Bioprodukte werden im eigenen Hofladen und auf einem Bauernmarkt verkauft. Die Ortschaft mit 110 EinwohnerInnen hat mittlerweile 2 Bio-Hofläden, die miteinander kooperieren und sich jeweils auf Fleisch und Gemüse spezialisiert haben. Somit könnte sich der kleine Ort komplett selbst versorgen, da alle Grundnahrungsmittel wie Brot, Nudeln, Gemüse, Fleisch, Öle, Milchprodukte, Säfte, Obst usw. regional gekauft werden können. 

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