Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich
Energieberatung Niederösterreich
Grafische Darstellung eines "Dorf der Zukunft"

Lebendige Ortszentren im Dorf der Zukunft

Im Dorf der Zukunft sind Plätze so gestaltet, dass sie zum Verweilen einladen. Das bedeutet eine Reduktion des Individualverkehrs und Platz für FußgängerInnen und RadfahrerInnen. Das Dorfzentrum ist nicht mehr zugeparkt, laut und voller Abgase, sondern steht den Menschen zur Verfügung.

5 Beispiele für belebte Ortszentren in Niederösterreich:

Zentrumsbelebung und Shared Space in Leobersdorf

Die Erfolgsfaktoren der gelungenen Ortsbelebung in Leobersdorf sind gewiss der Bau der Einkaufspassage im Zentrum, die Errichtung einer Begegnungszone, das Befreien des Hauptplatzes von parkenden Autos sowie das Ansiedeln einer vielfältigen Gastronomieszene.

Schild für eine Begegnungszone im Ortszentrum

Der zuvor als Parkplatz genutzte Platz vor der Kirche und dem Gemeindeamt in Leobersdorf wurde den BürgerInnen als multifunktionaler Bereich (Shared Space) zurückgegeben. Unterschiedliche Materialien in der Bodengestaltung definieren unterschiedliche Zonen. Die Trennung von Fahrbahn und Gehbereich ist nur durch im Boden eingelassene LED-Leuchten gekennzeichnet und die Fahrgeschwindigkeit wurde auf 20 km/h begrenzt.

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Cleveres Regenwassermanagement in Ober-Grafendorf und Hafnerbach

Ober-Grafendorf und Hafnerbach realisierten das Drain Garden-Projekt: Eine Installation verschiedener versickerungsfähiger Aufbauten.

Regenwasserversickerung entlang einer Straße mit Stauden und Blumen

Das Niederschlagswasser wird dadurch nicht direkt in den Kanal abgeleitet, sondern in angrenzende Grünflächen umgeleitet und dort gespeichert. Durch die anschließende Verdunstung findet vorteilhafterweise auch eine natürliche Kühlung statt. 

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Private Haus-Stromtankstelle an der öffentlichen Straße in Baden

In Baden können private e-AutofahrerInnen unter bestimmten Voraussetzungen auf eigene Kosten eine e-Ladestelle für sich und andere e-AutofahrerInnen auf öffentlichem Grund errichten.

Stromtankstelle an der ein Elektroauto mit einem orangen Kabel geladen wird.

Jede Errichtung wird von der Gemeinde überprüft. Ein wichtiges Kriterium ist, dass es keine Möglichkeit gibt, am eigenen Grund eine Stromtankstelle zu errichten. Die Errichter solcher e-Ladetankstellen können entscheiden, ob sie diese nur für sich oder auch für andere NutzerInnen zur Verfügung stellen. Wenn sie die Ladesäule auch anderen zur Verfügung stellen, haben sie die Möglichkeit, sowohl die Errichtungskosten als auch die Stromkosten mit Hilfe eines passenden Tarifmodells für die Ladevorgänge zu teilen.  

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Hollabrunner Messegelände sagt: „Asphalt adieu“

Egal ob in den Gärten, auf öffentlichen Plätzen oder entlang von Straßen – die Devise im Dorf der Zukunft lautet begrünen, begrünen, begrünen und Asphalt reduzieren. 

Abbruch Asphalt und Unterbau

In Hollabrunn wurde 2020 auf dem Messegelände rund 800 m² Asphalt und Unterbau abgebrochen, eine Humusschicht aufgebracht und anschließend Rasen verlegt sowie schattenspendende Pflanzen und Bäume gepflanzt. Das Projekt ist Teilinhalt des Entwicklungskonzeptes 2040.

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Smart Street – Melks intelligente Straße

Eine Smart Street-Musterstraße wurde in der Stadtgemeinde Melk realisiert. Die intelligente Straße kann zum Beispiel per Licht-Management Laternen bedarfsgerecht steuern und somit allen VerkehrsteilnehmerInnen optimale und zeitgemäße Fortbewegung ermöglichen. 

LED-Straßenlaterne von unten betrachtet, dahinter ein Baum

Zusätzlich gibt es Ladestationen für e-Fahrzeuge, e-Bikes oder Handys, eine verkehrsflussgerechte Schaltung von Ampeln sowie WLAN. Die intelligente Straße sorgt außerdem für Sicherheit und ist mit einer Polizei-Verbindung ausgestattet. 

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